Vorgestellt

Lukas Hasler spielt Orgel-Transkriptionen

Der junge österreichische Organist glänzt auf seiner neuen CD "Gold" mit fremden und eigenen Bearbeitungen sehr verschiedener Werke von Bach bis Bruckner, Mozart bis Rachmaninow

Bei der Orgel ist so gern die Rede von der "Königin der Instrumente" - und "Gold", der Titel von Lukas Haslers neuer CD, lässt denn auch sofort an Krone, Szepter und Thron denken. Das spielt erstens auf den monarchischen Rang der Orgel an und zweitens sowohl auf ihr äußeres Erscheinungsbild als auch auf den Ort, an dem der junge österreichische Organist dieses Programm 2025 aufgenommen hat: nicht etwa in einer Kirche, sondern in einem weltlich-bürgerlichen Kulturtempel, an der Rieger-Orgel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins nämlich.

Aber, so ließe sich einwenden, warum muss diese Königin dann so oft so völlig unköniginnengleich die Arbeit für alle anderen erledigen, sich als dienstbarer Geist für diverse Instrumente, Genres und Epochen verdingen? Bei Lukas Hasler hört man rasch: Weil es ihr das alles so souverän gelingt, sie so wandlungsfähig ist und sich mit ihrem klanglichen Facettenreichtum glänzend auf die verschiedensten Aufgaben einstellen kann.

Nicht nur ein einziges Klavier, sondern sogar deren zwei, ein ganzes Symphonieorchester - und schließlich sogar ein komplettes Opernensemble im Graben wie auf der Bühne kann sie auf imposante bis vergnügliche, mächtige bis zärtliche Art vertreten: Zur Königin gekrönt wird die Orgel also eindeutig aufgrund ihrer Meriten.

Was die Interpretationen anlangt, beweist Lukas Hasler in der Registrierung seine Klangfantasie und auf Manualen wie Pedal seine Virtuosität. Und was die Arrangements betrifft, hat er zum Teil selbst fachmännisch Hand angelegt - bei Mozart, Beethoven, Schumann und mehr.

Service

Aktuelle Aufnahme:

"Gold. Lukas Hasler. Transcriptions for Organ"
Werke von Bach, Schumann, Bizet, Beethoven, Bruckner, Mozart u.a.
Ausführender: Lukas Hasler (Orgel)
Label: Pentatone

Sendereihe

Gestaltung

  • Walter Weidringer