Moment

Tageseltern. Der Kampf um Anerkennung

Unregelmäßiges Gehalt, hoher Druck, Investitionen: Viele werfen das Handtuch

Einhundert Menschen gingen am Freitag, den 13. Februar 2026, in der Salzburger Innenstadt auf die Straße, um gegen die geplante Gehaltskürzung der Tagesmütter und -väter des Tageselternzentrums Salzburg (TEZ) zu protestieren. Zunächst mit Erfolg: Statt die Gehaltszulage von 20 Prozent ganz zu streichen, wurde sie nur um fünf Prozent reduziert. Wer das nicht akzeptieren wollte, wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt. Ende April war dann aber Schluss: Das TEZ meldete Insolvenz an.
Unter schwierigen Arbeitsbedingungen leiden auch die Tageseltern in der Steiermark, wie eine gerade erschienene Studie zeigt, die von der Arbeiterkammer beauftragt wurde. In den vergangenen zehn Jahren hat ein Viertel der Tagesmütter und -väter ihren Beruf aufgegeben. Einer der Gründe dafür sind Investitionen im Rahmen der Betriebsstättengenehmigungen, die für sie anfallen, weil sie Kinder in ihren eigenen vier Wänden betreuen. Dazu kommt das ständig schwankende Gehalt, je nachdem, wieviele Kinder gerade angemeldet sind.

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Gestaltung

  • Jonathan Scheucher