Im Fokus - Religion und Ethik
Der Papst und seine Unfehlbarkeit
Mit diesem Thema im Fokus: Macht und Herrlichkeit - Der Ö1-Popecast
Staffel 2, Folge 4
20. Mai 2026, 16:05
Ein schwieriger Begriff, der immer wieder für Verwirrung sorgt: die "Unfehlbarkeit" des Papstes oder seine "Infallibilität" (so der lateinische Fachbegriff). Die vorläufig letzte Folge der zweiten Staffel von "Macht und Herrlichkeit - der Ö1-Popecast" befasst sich mit dem jüngsten Kapitel der römischen Kirchengeschichte.
Während der Papst im 19. Jahrhundert seine weltlichen Einflussmöglichkeiten dahinschwinden sieht, beginnt er seine innerkirchliche Machtposition abzusichern. Im Jahr 1870 kann er sich seine viel diskutierte "Unfehlbarkeit" als verbindliche Glaubenswahrheit sichern (kombiniert mit dem noch wichtigeren "Iurisdiktionsprimat") - verliert aber nur wenige Monate später endgültig seinen eigenen Staat. Pius IX. zieht sich als "Gefangener" in den Vatikan zurück.
Doch parallel dazu beginnt der Aufstieg des Papstes zum globalen Medienphänomen. Ihren Höhepunkt erreicht diese Entwicklung mit Johannes Paul II., der durch seine Pastoralreisen zum Stammgast in den Abendnachrichten des Fernsehens wird. In der damaligen Medienlandschaft war der Papst damit tatsächlich "allgegenwärtig" - und er ist es bis heute. - Gestaltung: Lena Göbl & Markus Veinfurter
Sendereihe
Gestaltung
- Konstantin Obermayr
