Vorgestellt
Das Cembalo im 20. Jahrhundert
Justin Taylor präsentiert das Cembalo als wandelbares Instrument zwischen barocker Erinnerung und klanglicher Experimentierlust.
22. Mai 2026, 11:30
Mit seinem neuen Album "Clavecin XX" widmet sich der Franzose Justin Taylor einer oft überhörten Seite des Cembalos: der Wiederentdeckung und Neuerfindung im 20. Jahrhundert. Statt das Instrument ausschließlich mit der Musik des Barock zu verbinden, rückt Taylor Werke in den Mittelpunkt, die den historischen Klang des Cembalos neu denken - mal mit Rückgriff auf alte Formen, mal mit radikal modernen Klangideen.
Inspiriert von der legendären Cembalistin Wanda Landowska, die das Instrument in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück auf die Konzertbühnen brachte, präsentiert Taylor seinen persönlichen Blick auf diese Entwicklung. Dabei nutzt er ein hybrides Cembalo aus den 1970er Jahren, dessen außergewöhnliche Klangfarben von filigraner Transparenz bis hin zu orchestraler Kraft reichen.
Service
Aktuelle Aufnahme:
"CLAVECIN XX"
Mit Cembalowerken von Bartok, Francaix, Gassot, Gorecki, Poulenc, Martinu, De Falla, Joplin
Ausführende: Justin Taylor (Cembalo), Orchestre National de Lille, Chloé Dufresne (Leitung)
Label: Alpha Classics
Sendereihe
Gestaltung
- Marie-Theres Himmler
