Edith Riether und Helmut Schüller von der "Initiative Weltethos Österreich"

AMENA SHAKIR

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Gemeinsame Basis Weltethos

Ein Geist der Ermutigung - Aspekte der Bibel +++ "Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes" - Gedanken von August Schmölzer +++ Wie kam die Schlange in den Apfelbaum? - Fehlübersetzungen in der Bibel +++ 20 Jahre "Initiative Weltethos Österreich" - Porträt der Gründerin Edith Riether

Ein Geist der Ermutigung - Aspekte der Bibel
(Apostelgeschichte 2, 1-11)

Gleich mehrere Feste werden dieser Tage von mehreren Religionen begangen: Im Islam der Hadsch, die große Pilgerfahrt nach Mekka und das Opferfest, im Christentum Pfingsten - und im Judentum Schawuot, das "Wochenfest". Es wird sieben Wochen nach Pessach gefeiert und ist ein Erntedankfest - nicht nur für den Weizen, der im Nahen Osten in diesen Tagen geerntet wird, sondern auch für den Empfang der Weisungen Gottes, der Torah. Heuer fällt dieses Fest auf die Tage zwischen 21. und 23. Mai. Kurz nach dem Tod von Jesus haben laut Überlieferung auch seine Anhängerinnen und Anhänger Schawuot gefeiert. Dabei, so heißt es in der "Apostelgeschichte" im Neuen Testament der Bibel, wurden sie von "Heiligem Geist" erfüllt; wenn man so möchte, also begeistert und gestärkt. Das alles geschah "am 50. Tag" nach Pessach beziehungsweise Ostern, griechisch Pentekoste, woraus sich der Begriff Pfingsten entwickelt hat. Gedanken zu diesem Fest der Geisterfüllung und Ermutigung, das am 24. und 25. Mai (Pfingstsonntag und Pfingstmontag) gefeiert wird, vom Bischof der katholischen Diözese Feldkirch, Benno Elbs.


"Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes" - Gedanken von August Schmölzer

Auch der österreichische Film-, TV- und Theaterschauspieler August Schmölzer fühlt sich, wie er sagt, von einem Geist der Hoffnung bewegt - und diesen möchte er weitergeben, denn: "Ich bin nicht naiv zu glauben, ich könnte die Welt oder die Menschen ändern, aber ich kann mich bemühen, einen Anstoß zu geben und Vorbild zu sein." August Schmölzer ist Initiator und Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Privatstiftung "Stieglerhaus" in seinem Wohnort St. Stefan ob Stainz in der Weststeiermark. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kultur und Gemeinnützigkeit in dieser Region zu fördern. Und für Lebenskunst zu Pfingsten hat sich August Schmölzer einen Text von Paulus aus dem Römerbrief ausgesucht, der davon erzählt, was es bedeuten kann, sich von göttlichem Geist leiten zu lassen.


Wie kam die Schlange in den Apfelbaum? - Fehlübersetzungen in der Bibel

Kein Buch der Welt wurde öfter übersetzt als die Bibel. Sie wurde in mehr als 700 Sprachen übertragen, einzelne Bücher daraus sogar in mehr als 3000 verschiedene Sprachen. Da ist es kein Wunder, dass beim Übersetzen an der einen oder anderen Stelle auch einmal der eine oder andere Fehler passiert - oder der Inhalt schlicht uminterpretiert wird. So etwa im Fall der berühmten Erzählung von Adam und Eva im Garten Eden, zu finden im ersten Buch der Bibel, der Genesis, im Alten oder Ersten Testament. Je nach grammatikalischem Fall kann das lateinische "malum" das Böse, Apfel oder Apfelbaum bedeuten. Und das mag ein Grund dafür sein, warum man sich unter dem "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" einen Apfelbaum vorgestellt hat. Brigitte Krautgartner ist für ihre Reihe "Wie kam die Schlange in den Apfelbaum?" in die Welt der Bibelübersetzungen eingetaucht.


20 Jahre "Initiative Weltethos Österreich" - Porträt der Gründerin Edith Riether

Anfang Juni wird sie 90, ihr Interesse an der Welt ist ungebrochen: die akademisch geprüfte Übersetzerin und in Wien lebende Edith Riether. 42 Jahre lang hat sie in der österreichischen Parlamentsdirektion als Dolmetscherin des Präsidenten des Nationalrates gearbeitet. Als Seniorin hat sie ein Studium der Katholischen Theologie absolviert und 2005 die "Initiative Weltethos Österreich" (IWEO) gegründet. Unterstützt wurde sie dabei vom renommierten Schweizer Theologen und Buchautor Hans Küng (1928-2021), als dessen Lebenswerk das "Projekt Weltethos" gilt. Edith Riethers Anliegen ist, ethische Bildung in Österreich zu fördern und die Prinzipien des Weltethos in die unterschiedlichen Lebensbereiche zu tragen, allen voran die "Goldene Regel": Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest. Als Präsidentin initiierte Edith Riether zahlreiche Bildungs- und Dialogprojekte, die bis heute Grundlage der Arbeit der IWEO sind. Seit dem 2. Dezember 2025 ist der "Kopf" der katholischen Pfarrerinitiative, Helmut Schüller, Präsident der IWEO - und Edith Riether Ehrenpräsidentin. Nikolaus Hofer hat mit ihr gesprochen.

Service

Aspekte der Bibel

Sendereihe

Gestaltung