Singende Nachtigall

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Du holde Kunst

Moderne Tagelieder

"Sags, du weißt es noch, wie ich dich fühlte!" - Martin Vischer liest morgendliche Liebeslyrik.

Das Tagelied, eine eigene Untergattung des Minnesangs, beschreibt die Gefühle nach einer (meist geheimen) Liebesnacht; ein berühmtes Beispiel, das die strengen Regeln des "tageliet" allerdings bereits sprengte, ist "under der linden" von Walther von der Vogelweide. Motivisch hat dieses Genre eine Reise durch die Jahrhunderte und die Gattungen angetreten und findet sich im Renaissance-Drama "Romeo und Julia" von William Shakespeare ("Es war die Nachtigall, und nicht die Lerche.") genauso wie in unzähligen Pop-Lyrics. Auch in der deutschsprachigen Lyrik des 19. und 20. Jahrhunderts finden sich Anklänge davon - zu hören in Gedichten von Nikolaus Lenau bis Ulla Hahn.

Service

In dieser Sendung werden folgende Gedichte vorgestellt:

Sarah Kirsch: "Zuversicht"
Hertha Kräftner: "Ereignis am frühen Morgen"
Else Lasker-Schüler: "Ein Lied"
Ulla Hahn: "Anfang Oktober"
Friedrich Nietzsche: "Das trunkene Lied"
Paul Celan: "Sink mir weg ."
Marie Luise Kaschnitz: "Morgen"
Nikolaus Lenau: "Dahin!"
Rudolf Borchardt: "Im Erwachen"
Kurt Tucholsky: "Sie schläft"

Sendereihe

Gestaltung

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