Apropos Klassik

Geistvollste frühe Romantik

Carl Maria von Weber - abseits seiner Bühnenwerke

Tatsächlich: Carl Maria von Weber hat noch mehr zu bieten als "Freischütz", "Oberon" und "Euryanthe". Webers Instrumentalmusik hat keine hohen Stückzahlen erreicht wie die von Beethoven oder Mendelssohn, lässt aber von Klavier- und Violinsonaten bis zu Symphonien kaum ein Genre aus. Die öfter gehörten Klarinettenkonzerte sind gewissermaßen nur "die Spitze des Eisbergs", bloß: Wer außer Friedrich-Gulda-Fans hat das Klavier-Orchester-"Konzertstück" parat, wer außer neugierigen Cellophilen das "Potpourri" für Solocello und Orchester? Alle, denen heutige Konzertprogramme "unlustig" vorkommen, sollten sich einmal Carl Maria von Webers Klavierkonzerte herholen, voller Schwung und Esprit. Überhaupt besitzt alles, was aus Webers Werkstatt kam, die Charakterzüge seiner prickelnden Ouvertüren: in der typisch weberischen Melodiefindung, in der klanglichen Eigenart, in der "Polacca"-Seligkeit. Ist es Zufall, dass es von Weber sogar eine "Jubelmesse" gibt? Selbst für die "Aufforderung zum Tanz" bräuchte es nicht die Instrumentalfassung von Hector Berlioz, Webers originales Klavierstück tut's auch ...

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel