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Klartext
Ukraine: Wie lange ist der Weg in die EU noch?
Wann das kriegsgebeutelte Land der Union beitreten kann, ist von vielen Faktoren abhängig.
17. Juni 2026, 18:25
Am Montag hat die EU in Luxemburg konkrete Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen - mit zweijähriger Verzögerung, weil der nunmehr abgewählte ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán jeglichen Fortgang blockiert hatte. Auch mit der kleinen Republik Moldau wurden die ersten Verhandlungskapitel eröffnet.
Es geht unter anderem um die Rechtsstaatlichkeit und die Bekämpfung der Korruption, die in der Ukraine immer noch ein großes Problem darstellt. Wirtschaftlich muss das kriegsgebeutelte und schwer beschädigte Land nachweisen, dass es auf eigenen Beinen stehen kann, bisher ist das nicht der Fall. Viele Politiker:innen, auch österreichische, betonen, dass die Annäherung des Landes an die EU im strategischen Interesse Europas sei - dass die Ukraine die notwendigen Bedingungen für einen Beitritt aber auf Punkt und Beistrich erfüllen müsse.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj strebt einen EU-Beitritt 2027 an - eine unrealistische Ansage. Wie lange kann es wirklich dauern? Wo liegen die größten Hürden für die Ukraine? Kann auch die EU von einem Mitglied Ukraine profitieren - etwa von den Bodenschätzen oder in der Verteidigungspolitik?
Darüber diskutieren:
David Bachmann, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Kiew
Frauke Seebass, Expertin für EU-Erweiterung und Integration, Stiftung Wissenschaft und Politik, Brüssel
Ulf Steindl, Sicherheitsexperte, Austrian Institute for European and Security Policy
