Ingeborg Bachmann, 1957

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Radiokolleg

Ingeborg Bachmann - Die Qualen der Freiheit (2)

Aufbruch und Ankommen

1946 übersiedelt Ingeborg Bachmann nach Wien - in eine zerstörte Stadt und ein neues Leben. Die junge Frau studiert Philosophie, sie arbeitet für den Rundfunk und schreibt Gedichte und Hörspiele. Schnell findet sie Anschluss an die literarische Szene, wird Teil der Gruppe 47 und macht sich einen Namen. Der Durchbruch folgt Anfang der 1950er-Jahre: Bachmanns Lyrik wird gefeiert, Preise und Einladungen führen sie durch halb Europa.
Hinter dem Erfolg steht ein radikaler Anspruch an sich selbst: "Ich existiere nur, wenn ich schreibe", formuliert die Schriftstellerin später: "Ich bin nichts, wenn ich nicht schreibe, ich bin mir selbst vollkommen fremd, wenn ich nicht schreibe."
Schreiben wird zur Existenzfrage - und treibt Ingeborg Bachmann weiter, rastlos, von Wien über Paris bis nach Rom. Der Dichter Paul Celan, ein Shoa-Überlebender, wird zur ersten großen, tragischen Liebe.

Service

Radiokolleg-Podcast

Andrea Stoll: "Zwei Menschen sind in mir - Ingeborg Bachmann - Die Biografie", Piper-Verlag, München, 480 Seiten.

Dieter Burdorf: "Dieses unruhige Ich - Ingeborg Bachmann - Eine Biographie", C. H. Beck, München, 764 Seiten.

Fleur Jaeggy: "Die letzten Tage von Ingeborg - Ingeborg Bachmann aus nächster Nähe", aus dem Italienischen von Barbara Schaden Suhrkamp-Verlag, 44 Seiten.

Ingeborg Bachmann: "Malina", kompakt kommentiert, im Rahmen der "Salzburger Bachmann Edition" hrsg. von Renate Langer und Caroline Scholzen, Suhrkamp-Verlag, 816 Seiten.

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Gestaltung