Max Frisch, 1966

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Radiokolleg

Ingeborg Bachmann - Die Qualen der Freiheit (3)

Liebe - Bruch - Abgrund

Die Begegnung mit ihrem Schriftstellerkollegen Max Frisch wird zur Schlüsselerfahrung für Ingeborg Bachmann - künstlerisch wie persönlich. Eine leidenschaftliche, aber konfliktreiche Beziehung beginnt. Zwischen Zürich und Rom suchen sie nach einem gemeinsamen Leben, doch Nähe und Abhängigkeit werden zur Belastung für beide.

Die Trennung von Max Frisch trifft Ingeborg Bachmann schwer. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht: Schreibkrisen, Krankheiten und Medikamentenabhängigkeit überschatten ihre Arbeit. Ingeborg Bachmann zieht sich zurück, ringt um eine neue Form, sucht nach einer Sprache für das Erlebte.

1971 erscheint der Roman "Malina", eines der Hauptwerke der Schriftstellerin: eine radikale Studie über Liebe, Gewalt und die Auflösung des Ichs. Ein Roman, der die Brüche des bachmannschen Lebens verdichtet - und bis heute verstört.

Service

Radiokolleg-Podcast

Andrea Stoll: "Zwei Menschen sind in mir - Ingeborg Bachmann - Die Biografie", Piper-Verlag, München, 480 Seiten.

Dieter Burdorf: "Dieses unruhige Ich - Ingeborg Bachmann - Eine Biographie", C. H. Beck, München, 764 Seiten.

Fleur Jaeggy: "Die letzten Tage von Ingeborg - Ingeborg Bachmann aus nächster Nähe", aus dem Italienischen von Barbara Schaden Suhrkamp-Verlag, 44 Seiten.

Ingeborg Bachmann: "Malina", kompakt kommentiert, im Rahmen der "Salzburger Bachmann Edition" hrsg. von Renate Langer und Caroline Scholzen, Suhrkamp-Verlag, 816 Seiten.

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