Spielräume
Vaiano's Paisanos
Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Musik italienischer und kapverdischer Immigranten im New York der 1920er-Jahre
26. Juni 2026, 17:30
In der Columbia Street 315 in Brooklyn, New York, befindet sich das Jalopy Theater, ein vielseitiger Ort der Künste samt Musikschule, gewidmet den vielen überlieferten und sich weiter entwickelnden Traditionssträngen der Volks- und Popularmusik aus New York, den USA und der restlichen Welt. Seit 2011 betreibt Jalopy (was so viel heißt wie "Klapperkiste" oder "Schrottkarre") auch ein kleines, feines Plattenlabel, das neben Archivstücken, historischen Feldaufnahmen und Nachpressungen seltener Schallplatten vor allem Künstlerinnen und Künstler veröffentlicht, die sich historischen Musiktraditionen widmen, welche es wert sind, fortgeführt, wiederentdeckt und ins Rampenlicht gestellt zu werden.
Eine der jüngsten Veröffentlichungen von Jalopy Records ist das Album "Vaiano's Paisanos" eines gleichnamigen Trios bestehend aus Rachel Meirs (Violine und Mandoline), Maxwell Apra (Mandoline, Tenorgitarre und Tenorbanjo) und Van Burchfield (Gitarre). Sie haben sich ursprünglich zum gemeinsamen Musizieren auf den Straßen von New Orleans zusammengefunden, dieses Projekt aber ist voll und ganz New York gewidmet, dem anderen großen Schmelztiegel, und der Musik der dortigen italienischen und portugiesischen bzw. kapverdischen Einwanderer der 1920er-Jahre.
Inspiriert vom Jalopy-Archiv und den alten Schellackplatten aus der Sammlung von Pat Conte haben Vaiano's Paisanos jene Musik wiederbelebt, mit welcher einst die Immigrantinnen und Immigranten in der neuen Heimat, die für sie wohl immer noch die Fremde war, ihre Sehnsüchte nach der alten Heimat befriedigten, und die ihre musikalischen Landsleute in New York für sie gespielt und aufgenommen haben.
