Ausgewählt

Musicals erzählen die Geschichte der USA

Von "Oklahoma" bis "Hamilton"

Die USA stehen vor den Feierlichkeiten zu ihrem 250. Geburtstag und "Ausgewählt" lässt dieses Vierteljahrtausend im Spiegel des amerikanischen Musiktheaters Revue passieren. Wir finden Stücke um US-Präsidenten ("1600 Pennsylvania Avenue" von Leonard Bernstein) und New Yorker Bürgermeister ("Fiorello" von Bock & Harnick), aber auch die Schicksale namenloser Einwanderer zu Beginn des 20. Jahrhunderts in "Ragtime" (1996). Johnny Johnson war nicht nur der häufigste Name auf den Verlustlisten der USA im Ersten Weltkrieg, sondern ist auch der Titel des ersten Musicals von Kurt Weill (1936). Auch Weills "Knickerbocker Holiday" weist historische Wurzeln auf, spielt doch der Gouverneur des damals noch Neu-Amsterdam genannten New York, Peter Stuyvesant, eine Hauptrolle. Rodgers & Hammersteins erster Erfolg, "Oklahoma" (1943), spielt vor dem Hintergrund der Gründung des gleichnamigen Bundesstaats zu Beginn des 20. Jahrhunderts, während ihr späteres Werk "South Pacific" den Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg zum Hintergrund hat. Bereits das Musical "1776" machte mit John Adams einen Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zum Hauptcharakter; doch ein Gründervater als Hip-Hop-Interpret? Diese überraschende Idee wurde zu einem der bedeutendsten Bühnenerfolge der jüngeren Zeit: "Hamilton" von Lin-Manuel Miranda (2015).

Sendereihe

Gestaltung

  • Christoph Wagner-Trenkwitz

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