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Radiokolleg
250 Jahre USA - Ups & Downs der Demokratie (2)
Der amerikanische Traum - Von der Utopie zur Dystopie
7. Juli 2026, 09:05
Der "American Dream" wurzelt in der Unabhängigkeitserklärung und wird zum prägenden Versprechen einer ganzen Nation. Die radikale Idee dahinter: dass Menschen das Recht haben, ihr Leben selbst zu gestalten - und jede Ordnung infrage zu stellen, die ihnen Glück und Sicherheit verwehrt. Ein Freiheitsgedanke, der weit über Amerika hinauswirkt.
Mythos Arnold Schwarzenegger
Vom Einwanderer zum Gouverneur Kaliforniens: kaum eine Biografie scheint das Versprechen des "American Dream" so klar zu verdichten wie jene von Arnold Schwarzenegger. Geboren 1947 in Thal bei Graz, wächst er in einem Umfeld geprägt von Strenge und begrenzten Möglichkeiten auf. Mit 15 beginnt er zu trainieren, mit 20 wird er zum jüngsten "Mr. Universe" gekürt. Was ihm ermöglicht 1968 in die USA auszuwandern. Dort verdichten sich seine Visionen zu einer Karriere, die er mit Konsequenz und Beharrlichkeit vorantreibt: sieben Titel als Mr. Olympia, der Aufstieg zum internationalen Filmstar, später der Eintritt in die Politik.
Gestaltung: Sarah Kriesche
Sehnsuchtsland und Schmelztiegel
Die amerikanische Gesellschaft gilt gemeinhin als "Melting Pot", in dem die Eigenheiten der Zugewanderten aus aller Welt weitgehend zu etwas typisch Amerikanischem verschmelzen. Dennoch haben die verschiedenen Wellen der Einwanderung über die Jahrhunderte ihre tiefen Spuren hinterlassen und den heutigen USA ihr einzigartiges Gepräge gegeben.
Gestaltung: Richard Brem
Ursprung einer wirkmächtigen Idee
Das Narrativ vom "American Dream" fußt in der Unabhängigkeitserklärung. Wie hat die Idee der Aufwärtsmobilität, die Hoffnung, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, die Welt nachhaltig verändert?
Gestaltung: Thomas Miessgang
Glory, glory, hallelujah
Die USA und der christliche Fundamentalismus
Von den puritanischen Pilgervätern bis zu den heutigen Evangelikalen zieht sich eine Linie des religiösen Radikalismus durch die Geschichte der Vereinigten Staaten. Christliche Erweckungsbewegungen prägten Politik, Gesellschaft und Moralvorstellungen der USA - von der Idee der "auserwählten Nation" bis zu den Kulturkämpfen der Gegenwart.
Gestaltung Günter Kaindlstorfer
Ist die Demokratie am Zerbröckeln?
Bereits bei der Unabhängigkeitserklärung sorgten Kompromisse zwischen Föderalisten und Republikanern für Zusammenhalt. Doch diese Bereitschaft für Kompromisse scheint nicht mehr zu existieren, die Polarisierung der Gesellschaft öffnet unüberwindbare Gräben, die die Stabilität der US-amerikanischen Demokratie gefährden. "Erleben wir derzeit den Niedergang und Fall einer der ältesten Demokratien der Welt?", fragen etwa Steven Levitsky und Daniel Ziblatt in ihrem Buch "How Democracies Die".
Gestaltung: Julia Reuter
Service
Radiokolleg-Podcast
Philipp Gassert, "Die bipolare Nation. Was Amerika der Welt gegeben hat. Im Guten wie im Schlechten", dtv
Hiram Kümper, "Mythos 1776. Traum und Erwachen der amerikanischen Nation", Propyläen
Steven Levitsky/Daniel Ziblatt, "Wie Demokratien sterben", Pantheon
Arthur Landwehr, "Die zerrissenen Staaten von Amerika. Alte Mythen und neue Werte - ein Land kämpft um seine Identität", Droemer Knaur
Jill Lepore, "We the People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung", C.H. Beck
Adrian Daub, "Was das Valley herrschen nennt", Edition Suhrkamp
Ron Chernow, "Washington. A Life", Penguin Books
Ezra Klein, "Der tiefe Graben. Die Geschichte der gespaltenen Staaten von Amerika", Hoffmann & Campe
Manfred Berg, "Amerikas Demokratie. Eine kurze Geschichte von der Unabhängigkeit bis Donald Trump", Klett-Cotta
Manfred Berg, "Das gespaltene Haus: Eine Geschichte der Vereinigten Staaten von 1950 bis heute" Klett-Cotta
Alexander Keyssar, "Why Do We Still Have the Electoral College?", Harvard University Press
Alexander Keyssar, "The Right to Vote: The Contested History of Democracy in the United States", Basic Books
Sarah M.S. Pearsall: "Freiheit: Eine neue Geschichte der Amerikanischen Revolution", Rowohlt Verlag, Berlin
Lothar Höbelt: "250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika", Karolinger Verlag, Wien
Colin Woodard: "American Nations - A History of the Eleven Rival Regional Cultures of North America", Penguin Publishing Group, New York
Charles R. Kesler: "Crisis of the Two Constitutions: The Rise, Decline, and Recovery of American Greatness", Encounter Books, New York
Michael Anton: "After the Flight 93 Election: The Vote that Saved America and What We Still Have to Lose", Encounter Books, New York
Jessica Gienow-Hecht: "Vom Staat zur Marke. Die Geschichte des Nation Branding", Reclam Verlag, Ditzingen
Oliver Rathkolb: "Kontrollierte Freiheit: Die Alliierten in Wien - Kulturpolitik 1945-1955", Residenz Verlag, Wien
The Flight 93 Election
Colin Woodards "Nationhood Lab"
Der Film "Henry Fonda for President", Regie: Alexander Horwath - https://www.hoanzl.at/henry-fonda-for-president. Ist als Doppel DVD vor kurzem bei Hoanzl erschienen.
Links (Schwarzenegger):
Das Buch "Total Recall" ist bei Hoffmann und Campe erschienen -
Buch: Total Recall
Schwarzenegger Climate Initiative
Arnold Schwarzenegger
