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Einmarsch mit Zwischenschritt
Das Juli-Abkommen von 1936
8. Juli 2026, 19:05
Am 11. Juli 1936 unterzeichneten Österreich und das Deutsche Reich ein Abkommen, das - so die offizielle Begründung - die Beziehungen der beiden Staaten normalisieren sollte. In seiner Rundfunkrede am nächsten Tag sprach der autoritär regierende Bundeskanzler Kurt Schuschnigg von einem "wertvollen Beitrag zur Sicherung des europäischen Friedens". Hitler-Deutschland hatte erklärt, die Souveränität Österreichs anzuerkennen. Die gegen Österreich verhängten Wirtschaftssanktionen, die Tausend-Mark-Sperre, wurden aufgehoben. Im Gegenzug verpflichtete sich Österreich zur Amnestie inhaftierter Nationalsozialisten und zu einer an Deutschland orientierten Außenpolitik. Zwei Vertreter der sogenannten "betont Nationalen" wurden als nationalsozialistische Vertrauensleute in die Bundesregierung aufgenommen. Was folgte, war die zunehmende Unterwanderung des politischen Machtapparates von innen und außen durch NS-Anhänger und Sympathisanten, der Anfang vom Ende.
Gestaltung: Rosemarie Burgstaller
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