Radiokolleg
250 Jahre USA - Ups & Downs der Demokratie (4)
Gibt es Hoffnung für die USA - und eine transatlantische Zukunft?
9. Juli 2026, 09:05
Just zum 250. Geburtstag der USA zeigt sich das Land gespalten, nach außen wie nach innen. Eine Zeitkapsel nahe der Independence Hall möchte versuchen, Gegenwart für eine ungewisse Zukunft festzuhalten - und wirft die Frage auf, ob darin eher Hoffnung oder Zweifel eingeschlossen wird. Das betrifft auch eine Zukunft über die Grenzen der USA hinaus: Ende, brüchige Partnerschaft oder doch ein Neuanfang?
Eine Zeitkapsel für das Amerika der Zukunft
Zum 250. Jubiläum der USA wird in dem Independence National Historical Park in Philadelphia eine Zeitkapsel vergraben, die erst im Jahr 2276 geöffnet werden soll. Welche Botschaften wollen Menschen von heute für die Zukunft hinterlassen? Was erzählen wir kommenden Generationen über unsere Zeit? Eine Geschichte über Erinnerung, Vergänglichkeit und die Frage, was von einer Gesellschaft bleibt und ob es die Vereinigten Staaten in 250 Jahren überhaupt noch in ihrer heutigen Form geben wird?
Gestaltung: Kim Shirin Cupal
Die USA zwischen Internationalismus und Isolationismus
Ein Blick in die amerikanische Geschichte zeigt, dass Selbstgenügsamkeit und eine Distanz vor allem zu Europa den Vereinigten Staaten schon in die Wiege gelegt wurden. Erst mit dem Entstehen einer gerne als "Pax Americana" bezeichneten neuen Weltordnung nach 1945 änderte sich das grundlegend - und wird von Präsident Trump gerade wieder im Sinne einer Rückabwicklung verändert.
Gestaltung: Richard Brem
Worin sind die USA -trotz allem- immer noch ein Vorbild?
Zeigt uns Amerika noch die Zukunft? Eine, die auch wir anstreben? Meinen Amerikaner:innen mit Freiheit etwas anderes als Europäer:innen? Was soll der ständige Verweis auf Gründungsdokumente? Und macht der Imperialismus alle gut gemeinten Absichten zunichte? Was wir von den USA trotz allem noch annehmen und übernehmen können, darüber spricht Wolfgang Ritschl mit Philipp Gassert, Autor des Buchs "Die bipolare Nation".
Gespräch: Wolfgang Ritschl
Ist die Krise eine Chance?
Was gibt Anlass zur Hoffnung in einem Land unter politischem und gesellschaftlichem Druck? Unter dem Motto "Stand Up for Science" protestieren Wissenschaftler:innen gegen politische Eingriffe in Forschung und Finanzierung. Gleichzeitig werden Bundesrichter:innen zu zentralen Akteur:innen im politischen System, während die "No Kings"-Bewegung gegen eine Ausweitung exekutiver Macht mobilisiert. Drei unterschiedliche Formen des Engagements, verbunden durch eine gemeinsame Frage: Wie viel Handlungsmacht bleibt einer Gesellschaft im Konflikt mit sich selbst?
Gestaltung: Kim Shirin Cupal
