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Abbados Mozart

Claudio Abbado, der spätberufene Mozartianer

Das letzte der vielen Orchester, die Claudio Abbado - immer am Absprung weg von den "Schlachtschiffen" des Musikbetriebs - gründete, berief sich in der Namensgebung nicht mehr auf Gustav Mahler, sondern auf Wolfgang Amadeus Mozart. "Orchestra Mozart" - Spiegelbild der späten "Bekehrung" Abbados zum Wiener Klassiker? Speziell in der Zeit als musikalischer Leiter der Wiener Staatsoper war Abbado für seine Mozart-Opern-Abstinenz kritisiert worden; nur zu "Figaro"- und "Giovanni"-Dirigaten im Theater an der Wien bequemte er sich (je mit Ruggero Raimondi, Cheryl Studer, Lucio Gallo). Wer sucht, der findet "Figaros Hochzeit" auch in einem älteren Live-Mitschnitt aus Abbados Ära an der Mailänder Scala (kurioserweise mit Hermann Prey und Mirella Freni als Graf und Gräfin Almaviva). In der Endzeit seiner Chef-Bindung an die Berliner Philharmoniker schuf sich Caudio Abbado dann sein Mozart-Opern-Altersrefugium zwischen Ferrara und Modena, und dort fand er auch zu "Così fan tutte" und der "Zauberflöte" (diese mit René Pape, Dorothea Röschmann, Christoph Strehl, Hanno Müller-Brachmann vollends "deutsch" besetzt).

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel