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Am Puls - Gesundheit und Medizin
Soziale Medien sind kein Kinderkram
Helfen wie im Flug ++ Tipps bei eingewachsenem Zehennagel ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Risiken von Social-Media für Kinder und Jugendliche | Zu Gast: Arnika Thiede, Kinderärztin; Barbara Buchegger, Medienpädagogin | Moderation: Maria Harmer | Redaktion: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at
23. Juli 2026, 16:05
Licht- und Schattenseiten der Smart-Nanny
Aufmerksamkeitsprobleme, Sprachentwicklungsstörungen, motorische Auffälligkeiten, bis hin zu Symptomen, die an Autismus erinnern: All dies können Folgen von frühzeitiger und unkontrollierter Nutzung sozialer und digitaler Medien im frühen Lebensalter sein. Die Kinderärztin Arnika Thiede von den Barmherzigen Brüdern Linz weist auf rezente Studiendaten hin, die für sich sprechen: 60% der 1- bis 2-Jährigen verbringen regelmäßig Zeit vor Bildschirmen, 40% der 2- bis 3-Jährigen können ein Handyspiel bedienen, 50% finden den Weg zu "YouTube" alleine. Aus dem digitalen Medienkonsum im Kleinkindesalter können breite Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten resultieren: Die Palette reicht von funktionellen Veränderungen des Gehirns über einen veränderten Neurotransmitter-Stoffwechsel bis zu konkreten Auswirkungen auf die sprachlich-kommunikative Entwicklung, das Sozial- und Spielverhalten sowie den körperlich-motorischen Bereich.
In immer mehr EU-Ländern nehmen daher konkrete Pläne rund um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche Fahrt auf: Für soziale Netzwerke soll es künftig eine Altersgrenze von 13 Jahren geben. Die EU-Kommission will nach dem Sommer einen Vorschlag präsentieren. In Österreich möchte man mit einem Gesetzesentwurf noch früher dran sein, um bereits Anfang 2027 mit der technischen Umsetzung zu beginnen. Auch wenn die junge "Generation Alpha" bereits jetzt den erwachsenen Gesetzgebern ein paar digitale Schritte voraus ist und jedwede Zugangsbeschränkung mit Leichtigkeit umgeht.
Maria Harmer spricht mit ihren Gästinnen über physische und psychische Auswirkungen von früher, übermäßiger Social-Media-Nutzung im Kindesalter, aber auch über Tipps zur Mediennutzung, die auch tatsächlich praxistauglich sind.
Zu Gast:
Arnika Thiede, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde mit dem Schwerpunkt Neuro- und Sozialpädiatrie, Krankenhaus Barmherzige Brüder, Linz
Barbara Buchegger, Medienpädagogin bei Saferinternet.at (Portal mit Infos für alle Zielgruppen rund um die sichere und verantwortungsvolle Nutzung digitaler Medien durch Kinder und Jugendliche)
ARA Flugrettung in Bild und Ton
Etwa 2.300 Mal pro Jahr heben die Crews der drei Hubschrauber der ARA Flugrettung von den Kärntner Stützpunkten Nassfeld und Fresach ab und versorgen Menschen in Notlagen. Jeder Patient, jede Patientin ein Schicksal, das auch die Profis nicht unberührt lässt. Ein Medienteam der Österreichischen Gesellschaft für Notfall und Katastrophenmedizin (ÖNK) begleitete die Einsätze und schuf mit "Menschen, Geschichten, Emotionen", eine Dokumentation, die hinter die Kulissen und ins Cockpit der Luftrettung blickt. Die Filmpremiere ist am 29. Juli. Lukian Guttenbrunner hat den Streifen bereits im Vorfeld angesehen.
Am 29. Juli 2026 findet im Wiener Kino "Cine Center" um 16:00 die Premiere statt, bei der auch Mitglieder des ARA-Flugrettungsteams vor Ort sein werden. Karten sind über die Emailadresse adrian.bolnberger@oenk.org erhältlich.
Die ersten, die sich unter ampuls@orf.at dazu melden, erhalten 2 mal 2 Freikarten.
Rubrik "Eine Frage noch"
Was kann ich bei einem eingewachsenen Fußnagel tun?
Die erfahrene Podologin Silvia Habacht-Linsberger gibt Antwort.
Interview von Norbert Peter
Service
Social Media und Kinder:
Saferinternet.at
Fragbarbara.at - das Elternangebot von Saferintenet.at
Buch:
Daniel Wolff
Allein mit dem Handy: So schützen wir unsere Kinder
Heyne Verlag 2026
ARA-Flugrettung:
Trailer zum Film "Menschen, Geschichten, Emotionen" der ÖNK zur ARA Flugrettung
Eine Frage noch:
Verein für podologische Fußpflege
