ORF/JOSEPH SCHIMMER
Journal-Panorama
Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?
Wie soll eine Stadt mit den Bildern aus der Spraydose umgehen?
27. Juli 2026, 18:25
Mehr als zwei Millionen Euro haben die ÖBB im Vorjahr in die Entfernung von Graffiti auf Zügen investieren müssen. Die Schadenssumme war damit zwar geringer als 2024, doch die Zahl der einzelnen Beschädigungen ist angestiegen.
Graffiti sind kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung und damit Straftaten - Verkehrsbetriebe zeigen alle Fälle an. Doch jene meist jungen Menschen, die mit Spraydose oder Farbtopf und Pinsel durch die Städte ziehen und ihre Spuren auf Wänden, Waggons, Garagentoren, Sitzmöbeln und Mistkübeln hinterlassen, wollen nicht von Vandalismus reden. Sie sehen in ihren Werken Kunst - oder zumindest ein legitimes Ausdrucksmittel einer Jugendkultur.
Für die Kommunen und Hausbesitzer aber bleiben Graffiti ein teures Ärgernis. Eine Bestandsaufnahme bei Jugendarbeiterinnen, Reinigungsfirmen, Polizei und Verkehrsbetrieben.
Die Sendung wurde im Oktober 2025 erstmals ausgestrahlt
