Vom Leben der Natur
Rote Beine, schwarze Kappe
Der Ornithologe Georg Frank spricht über die 4 mal 4 Meter großen Brutflöße, die als Rettungsinseln für die Flussseeschwalbe in Österreich dienen.
29. Juli 2026, 08:55
Die Flussseeschwalbe und andere Seeschwalben-Arten waren einst an den großen Flüssen in Österreich weit und zahlreich verbreitet. Aufgrund der Begradigung und Verbauung der Flüsse im 19. und 20. Jahrhundert können die Flüsse jedoch kaum mehr Schotterinseln ausbilden, auf denen die Flussseeschwalben brüten.
Naturschutzorganisationen helfen mit Brutflößen aus, um die Bestände des charismatischen Vogels zu sichern. Diese künstlichen Plattformen am Unteren Inn und im Rheindelta sowie auf einem Schotterteich in Zwerndorf bei Marchegg und einem ehemaligen Kühlteich der Zuckerfabrik in Hohenau an der March helfen den Zugvögeln beim Ausbrüten ihrer Jungen.
Service
Gesprächspartner:
Dr.Georg Frank ist Biologe mit dem Fachgebiet Ornithologie und leitet bei der Naturschutzorganisation WWF Österreich das Team für flächenbasierten Naturschutz. Davor war er beim Nationalpark Donauauen tätig und Generalsekretär des internationalen Netzwerks Danubeparks. Die Flussseeschwalbe zählt zu seinen Lieblingsvogelarten.
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- Sonja Bettel
