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Saldo
Wie invasive Arten die Biodiversität gefährden
Japankäfer, Reiswanze, Staudenknöterich und Co.
30. Juli 2026, 18:25
Er wuchert ganze Landstriche zu und gefährdet damit die Biodiversität - der Japanische Staudenknöterich. Aber auch das Drüsige Springkraut, das Erdmandelgras oder das Ragweed breiten sich nahezu ungebremst aus und stellen nicht nur die Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Der Klimawandel begünstigt nicht nur Pflanzen, die mit der Hitze besser zurechtkommen als die heimische Vegetation - auch zahlreiche eingewanderte Insekten bedrohen Äcker und Gärten. Viele Hobbygärtner etwa haben den Anbau von Paradeisern bereits aufgegeben, weil die Grüne Reiswanze die Ernte zunichtemacht. Und in den Weingärten überträgt die Amerikanische Rebzikade immer öfter eine für den Rebstock tödliche Krankheit. Die größte Sorge ist derzeit aber der Japankäfer: Einzelne Exemplare wurden bereits in Westösterreich gesichtet, in Italien hat er mit seinem Appetit auf etwa 400 Pflanzenarten schon ganze Landstriche kahlgefressen. Diskussionen gibt es aktuell auch über den Sika-Hirsch: Er steht seit vergangenem Jahr auf der EU-Liste der invasiven Arten und soll bis Mitte kommenden Jahres weitgehend ausgerottet werden. In Österreich wird er aber seit über 100 Jahren als Farmwild gehalten, die Empörung ist entsprechend groß. Ein Überblick über die besorgniserregende Zunahme gebietsfremder Arten.
Gestaltung:
Cornelia Krebs
