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Europa-Journal
Russland, Polen, Bulgarien, Italien
Russland: Die letzten (lauten) Kreml-Kritiker +++ Polen: Wie ein Geschichtsstreit Gewalt gegen Ukrainer befeuert +++ Bulgarien: Das neue (alte) Ungarn? +++ Italien: In den römischen Untergrund gegen die Hitze
31. Juli 2026, 18:25
Russland: Die letzten (lauten) Kreml-Kritiker
Der Journalist und Politologe Andrej Kolesnikow ist eine der letzten kreml-kritischen Stimmen in Russland. Als Redakteur der unabhängigen Zeitung "Nowaja Gaseta" ist er Putins Regime schon lange ein Dorn im Auge und ist deshalb als "ausländischer Agent" eingestuft. Moskau-Korrespondentin Carola Schneider hat Andrej Kolesnikow gefragt, wie die russische Bevölkerung den Krieg gegen die Ukraine erlebt. Europas Strategie, Moskau zu isolieren, ist aus seiner Sicht ein Fehler, wenn es um Friedensbemühungen geht.
Polen: Wie ein Geschichtsstreit Gewalt gegen Ukrainer befeuert
In Polen hat sich das gesellschaftliche Klima für Geflüchtete aus der Ukraine dramatisch verschlechtert. Mehr als 180 Gewalttaten gegen UkrainerInnen wurden in Polen heuer schon verzeichnet. Falsche Vorurteile halten sich hartnäckig, und auch russische Desinformation hat ihren Anteil daran. Dazu kommt ein jahrzehntelanger Streit zwischen Kiew und Warschau, der wieder aufgeflammt ist. Peter Sawicki berichtet aus Polen.
Bulgarien: Das neue (alte) Ungarn?
In Bulgarien zeichnet sich ein Kurswechsel in der Außenpolitik ab - weg von Brüssel, hin zu Moskau. Seit drei Monaten ist Premierminister und Kreml-Freund Rumen Radew mit seiner Mitte-Links-Regierung im Amt. Die Militärhilfen für die Ukraine hat er gestoppt und beim neuen Sanktionspaket gegen Russland gebremst. In der EU wächst die Sorge, dass Bulgarien nach Ungarn der neue Blockierer werden könnte. Ein Bericht von Diljana Lambreva aus Sofia.
Italien: In den römischen Untergrund gegen die Hitze
Auch Italiens Hauptstadt Rom wird gerade von hohen Temperaturen geplagt. Ohne Klimaanlage ist der römische Sommer schon lange nicht mehr auszuhalten - deshalb hat sich die Stadt etwas Außergewöhnliches überlegt. Die vielen unterirdischen Höhlen aus der Römerzeit, in denen es natürlich kühl ist, sollen bald zu Hitzeschutzräumen werden. Korrespondentin Cornelia Vospernik berichtet aus Rom.
Moderation: Martha Georgiew
