ORF/JOSEPH SCHIMMER
Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch
Johannes Silberschneider in der "Ariadne"
"Wie die Sezierung eines Künstlerhirns" - Johannes Silberschneider verkörpert bei den Salzburger Festspielen den Haushofmeister in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos". Am Tag der zweiten Opernpremiere des Festspielsommers ist der österreichische Schauspieler zu Gast bei Sebastian Fleischer.
2. August 2026, 12:32
Er zählt zu den vielseitigsten Charakterdarstellern des Landes: Johannes Silberschneider hat sich in den letzten vier Jahrzehnten mit über 200 Film- und Fernsehrollen beim Publikum eingeprägt, er spielte in Theatern quer durch den deutschen Sprachraum: in Zürich, Stuttgart, Hamburg, Berlin und München, im Schauspielhaus Graz und im Theater in der Josefstadt in Wien. Er stand als "Armer Nachbar" und "Glaube" in zwei unterschiedlichen "Jedermann"-Inszenierungen am Salzburger Domplatz.
Und auch in diesem Festspielsommer ist er zu erleben: In der zweiten großen Opernpremiere, Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos", schlüpft Silberschneider in die kleine, aber nicht unbedeutende Sprechrolle des Haushofmeisters. In wessen große Fußstapfen er dabei tritt, darüber spricht Johannes Silberschneider im "Intermezzo" mit Sebastian Fleischer ebenso wie über den "Jedermann" und seine Lehrerin Susi Nicoletti, über Katholizismus und Sozialdemokratie, über einen im Herbst anlaufenden Film über Bruno Kreisky, in dem er mitwirkt - und er glänzt mit reichem Opernwissen.
