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Punkt eins
Migration als politisches Druckmittel
Wie koordiniert die EU ihre Migrationspolitik im Mittelmeer? Gäste: Univ. Prof. Dr. Bilgin Ayata, Universität Graz & Dr. Marcus Engler, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, Berlin. Moderation: Philipp Blom. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
7. August 2026, 13:00
Nachdem an einem einzigen Tag mehr als 70.000 Menschen die spanische, in Afrika gelegene Enklave Ceuta in einer offensichtlich koordinierten Kampagne überrannten, reagierten die Regierungen Europas zuerst panisch und unkoordiniert, bevor sich eine gemeinsame Linie fand. Nachdem der spanischen Regierung und einem spanischen Gericht zuerst schwere Vorwürfe gemacht wurden, die Massenmigration angezettelt bzw. nicht verhindert zu haben, wurde Spanien jetzt von der EU zu seinem Krisenmanagement gratuliert.
Auch wenn inzwischen fast alle Migranten wieder nach Marokko zurückgeführt worden sind, bleiben von der Ceuta-Affäre viele Fragen zurück. Nach Aussagen vieler Migranten, die vor ihrer Rückkehr befragt wurden, waren nicht nur Nachrichten auf TikTok Auslöser für die Massenbewegung, sondern die marokkanischen Behörden scheinen die Ausreisewilligen aktiv zur Flucht über das Meer ermutigt haben, eine Flucht, auf der Dutzende ertranken.
Die spanische Regierung hat sich jeder Schuldzuweisung enthalten. Internationale Expertinnen und Experten aber sind sich einig, dass dies keine spontane Massenflucht war, sondern dass hier größere politische Interessen im Spiel sind. Auch die Migrationspolitik der EU und ihre Glaubwürdigkeit in diesen Fragen wurden durch die Ereignisse beschädigt.
Bilgin Ayata forscht an der Universität Graz über Migration, Mobilität und Grenzen im Kontext einer sich zuspitzenden globalen Krise. Marcus Engler vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung beschäftigt sich besonders mit den Herausforderungen, die diese Situation an die europäische Politik stellt. Beide sprechen sie im Gespräch mit Moderator Philipp Blom über die Gründe der Ceuta-Krise und die Strukturen der Migration im Mittelmeerraum sowie die Horizonte einer transparenten, fairen und durchsetzbaren europäischen Migrationspolitik.
Rufen Sie uns an! Was sind die Chancen und Herausforderungen einer europäischen Migrationspolitik? Sie erreichen uns kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 per E-Mail an punkteins(at)orf.at
Sendereihe
Playlist
Komponist/Komponistin: Alfonso X. el Sabio
Album: MARE NOSTRUM (UNSER MEER) - DIALOGE ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT.
Musik aus christlicher, muslimischer und jüdischer Tradition rund um das Mittelmeer
Titel: Saltarello (Cantigas de Santa Maria Nrn. 77-119)
(davon 10 Sek. unterlegt)
Leitung: Jordi Savall
Ausführende: Hesperion XXI, und Gäste
Länge: 04:41 min
Label: Alia Vox AVSA9888 (2 CD)
Komponist/Komponistin: Traditional/Spanien, Al-Andalus
Album: MARE NOSTRUM (UNSER MEER) - DIALOGE ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT.
Musik aus christlicher, muslimischer und jüdischer Tradition rund um das Mittelmeer
Titel: Duerme mi nina - Andalusisches Wiegenlied
Anderssprachiger Titel: Schlafe ruhig, mein Mädchen
(davon 10 Sek. unterlegt)
Leitung: Jordi Savall /Leitung und Bassgambe
Solist/Solistin: Montserrat Figueras /Gesang, Zither
Solist/Solistin: Xavier Díaz-Latorre /Gitarre
Länge: 08:43 min
Label: Alia Vox AVSA9888 (2 CD)
Komponist/Komponistin: Traditional/Spanien, Katalonien
Album: MARE NOSTRUM (UNSER MEER) - DIALOGE ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT.
Musik aus christlicher, muslimischer und jüdischer Tradition rund um das Mittelmeer
Titel: Mireu el nostre mar - Improvisation über das katalanische Volkslied "El cant dels aucells"
Anderssprachiger Titel: Blicket auf unser Meer
(davon 14 Sek. unterlegt)
Leitung: Jordi Savall
Solist/Solistin: Ferran Savall /Gesang, Gitarre
Solist/Solistin: Nedyalko Nedyalkov /Kaval
Solist/Solistin: Hakan Güngör /Kanun
Solist/Solistin: Driss El Maloumi /Oud
Solist/Solistin: Jordi Gaspar /Kontrabass
Solist/Solistin: Pedro Estevan /Percussion
Länge: 07:48 min
Label: Alia Vox AVSA9888 (2 CD)
