Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums

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Punkt eins

Von Sternschnuppen und Himmelssteinen

Von Sternschnuppen und HimmelssteineWie man kosmische Gesteine erkennt, woher die Perseiden stammen und was Meteoritenforschung verrät. Gast: Dr. Andrea Patzer, Kuratorin der Meteoritensammlung, Naturhistorisches Museum Wien. Moderation: Barbara Zeithammer. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at

Der 12. August 2026 bietet zwei Himmelsspektakel an einem Tag: Zunächst lässt sich eine partielle Sonnenfinsternis in Österreich beobachten; in der Nacht erreicht dann der Sternschnuppenschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Der Meteorstrom fasziniert Menschen seit Jahrtausenden und Steine, die vom Himmel fallen, wurden bereits in prähistorischer Zeit verehrt. Doch die Akzeptanz von Meteoriten als Objekte aus dem All hat lange gedauert. Wenn heute der Sternenstaub nicht nur als Meteor verglüht, sondern kosmisches Gestein als Meteorit auf die Erde fällt, ist das wissenschaftliche Interesse aus vielen Gründen sehr groß.

Als im Jänner ein heller Feuerball südlich von Wien am Himmel sichtbar war, war für Dr. Andrea Patzer, Meteoritenforscherin am Naturhistorischen Musem in Wien, schnell klar: In der Region westlich von Eisenstadt könnte ein Meteorit vom Himmel gefallen sein - "in der Größe einer Kirsche oder Zwetschge". Wie immer, wenn diese Vermutung besteht, bittet das NHM um Unterstützung bei der Suche. Oft macht sich Andrea Patzer, Kuratorin der NHM-Meteoritensammlung, auch selbst auf den Weg. Mitte Juni entdeckte eine Familie aus Zagersdorf im Burgenland plötzlich ein Loch in ihrer Pergola - und fand einen ungewöhnlichen Stein. Noch ist er nicht offiziell als Meteorit anerkannt. Wie lässt sich feststellen, ob es sich um kosmisches Gestein handelt? Und was soll man tun, wenn man glaubt, einen Meteoriten gefunden zu haben?

Rund 100 Tonnen Material aus dem All fallen täglich auf die Erde, vorwiegend Staub, immer wieder aber auch größere Objekte. Im Naturhistorischen Musem in Wien befindet sich die älteste Meteoritensammlung der Welt und die größte Schausammlung der Welt. Die Einrichtung ist außerdem eine bedeutende Forschungsstätte für Meteoriten, ausgestattet mit Kamera und Meldestellen sowie Anschluss an das Europäische Feuerkugelnetz. Forschung an Meteoriten ermöglicht Einblicke in die Frühzeit unseres Sonnensystems, Rückschlüsse auf die Entstehung der Planeten, Verständnis für besondere Ereignisse in der Erdgeschichte und neue Hinweise auf die Bausteine und den Ursprung des Lebens.

Was wollten Sie schon immer über Meteore, Meteoriten oder Meteoroide wissen? Was unterscheidet die Begriffe? Haben Sie einmal einen mutmaßlichen Stein aus dem All gefunden?

Andrea Patzer ist zu Gast bei Barbara Zeithammer und gibt Einblicke in die Meteor- und Meteoritenforschung und die Meteoriten-Sammlung und Sammlungsgeschichte des Naturhistorischen Museums in Wien, das zahlreiche bemerkenswerte kosmische Steine zeigt. Sie bringt ein paar Objekte aus dem Fundus mit und skizziert den Weg eines Meteoriten von der Leuchterscheinung am Himmel bis zur offiziellen Bekanntgabe.

Heuer sind die Beobachtungsbedingungen für die Sternschnuppen besonders günstig, der Mond leuchtet schwach. Werden Sie heute Nacht zu den Sternen hinaufblicken?

Wie immer sind Sie eingeladen, sich an der Sendung zu beteiligen. Kostenlos aus ganz Österreich können Sie uns unter 0800 22 69 79 erreichen oder Sie schreiben uns ein E-Mail an punkteins(at)orf.at

Service

NHM Meteore
"Sie könnten einen Meteorit gefunden haben? Das ist wunderbar, denn Meteorite sind sehr selten und vor allem wissenschaftlich von großer Bedeutung!"
NHM Anfrageformular Meteoriten

Sendereihe

Gestaltung

  • Barbara Zeithammer