Rafael Kubelik

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Humanist am Dirigentenpult

Klingende Erinnerungen an Rafael Kubelik

Wo Diktatoren regierten, war für Rafael Kubelik kein Bleiben. Als die damalige Tschechoslowakei 1948 kommunistisch wurde, schnitt Kubelik, Sohn des berühmten Geigers Jan Kubelik, seinen als Dirigent der Tschechischen Philharmonie geknüpften Karrierefaden ab und begann im Westen von Neuem. Unkorrumpierbar in seiner Integrität, fordernd im Künstlerischen, doch kein Machtmensch, nahm Kubelik mit seiner Arbeit für sich ein - er setzte Musik von Mahler, Janacek, Berlioz an, lange bevor dies in Mode kam, war aber immer Nahe am Scheitern an den Institutionen.

Weder beim Chicago Symphony Orchestra noch am Royal Opera House Covent Garden in London und schon gar nicht an der MET in New York blieb Rafael Kubelik lange. Erst beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war es beiderseits "Liebe auf den ersten Blick". Von 1961 bis 79 bindet sich Kubelik an München; in Studio und Konzert musiziert er nun Oper von Händel und Gluck bis Wagner, Pfitzner und Hindemith, Oratorium und Sakrales von Haydn bis Strawinsky. Und Kubeliks Vokalsolistinnen und -solisten dabei: sämtliche Größen der Ära!

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel