Traumfänger

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Am Puls - Gesundheit und Medizin

Anleitung zum Träumen

Mukoviszidose ++ Biowetter-Tipps ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Träume | Zu Gast: Brigitte Holzinger, Schlaf- und Traumexpertin | Moderation: Maria Harmer | Redaktion: Ronny Tekal | Anrufe 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at

Entzauberte Traumforschung

Die Geschichte der Traumforschung ist eine Geschichte der Entzauberung: Aus göttlichen Botschaften wurden psychische Prozesse, aus psychischen Prozessen neuronale Vorgänge. Die Wissenschaft kann inzwischen immer exakter beschreiben, wann und unter welchen Bedingungen wir träumen - und das keineswegs nur in der REM-Phase. Tatsächlich verbindet die Traumforschung Neurowissenschaften, Psychologie und Schlafmedizin. Brigitte Holzinger, Gründerin und Leiterin des Wiener Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung erklärt: "Träume und Neuro-Plastizität hängen eng zusammen, da das Gehirn im Schlaf und während des Träumens neue Verbindungen knüpft, Emotionen verarbeitet und Gelerntes abspeichert." Kurz gesagt: Wir lernen im Schlaf. Und sind dabei durchaus kreativ: Salvador Dali soll seine Bilder schon im Traum gesehen haben und Paul McCartney erzählt, dass er die Melodie von "Yesterday" geträumt hatte, bevor er sie am Klavier nachspielte.

Darüber hinaus sind Träume ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Psychotherapie: Sigmund Freud bezeichnete den Traum als "Königsweg zum Unbewussten", Carl Gustav Jung sah in den Träumen weniger Verkleidungen verdrängter Wünsche, sondern eine eigene Bildersprache, die direkt ausdrückt, was die Seele "zu sagen" hat. Und in der modernen Psychotherapie sieht man Träume als sinnvolle Verarbeitungsprozesse, die uns helfen, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen und zu wachsen.

Was in unserem Kopf passiert, wenn wir schlafen und welche Bedeutung Träume für uns haben, wie man mit Albträumen oder dem beängstigenden Phänomen der Schlafparalyse umgehen kann und warum man "luzides Träumen" erlernen sollte - darüber spricht Maria Harmer mit der Schlaf- und Traumexpertin Brigitte Holzinger. Damit die Träume süß und die Nächte erholsam werden...


Zu Gast:

Brigitte Holzinger, Gründerin und Leiterin des Wiener Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung


Leben mit Mukoviszidose

"Wehe dem Kind, das beim Kuss auf die Stirn salzig schmeckt, es ist verhext und muss bald sterben." Der gleichsam stigmatisierende wie auch trostlose Satz fand sich in den vergangenen Jahrhunderten im deutschsprachigen Raum in unterschiedlichem Wortlaut. Und er zeigt, dass bereits Menschen des Mittelalters den erhöhten Salzgehalt im Schweiß einer Erkrankung zuordneten. Der salzige Schweiß eines Babys wies auf die Krankheit Mukoviszidose, auch cystische Fibrose (CF) genannt, hin und galt einst als Todesurteil. Das ist lange her: Die Früherkennung läuft mittlerweile völlig anders. Und dank moderner Medikamente liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für ein Neugeborenes mit Mukoviszidose heute bei etwa 68 Jahren - und selbst das ist nicht als Obergrenze zu verstehen.
Bei CF ist durch einen Genfehler der Salztransport in den Zellen gestört. Der Körper bildet daraufhin einen zähen Schleim, wodurch Körpersekrete wie Schweiß oder Verdauungssäfte dickflüssig werden. Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt stehen mit CFTR-Modulatoren Medikamente zur Verfügung, die nicht nur die Symptome, sondern auch ursächlich die Arbeit des fehlerhaften Transportproteins verbessern.
Doch erst durch ein multidisziplinäres Vorgehen und eine Früherkennung mittels Neugeborenenscreening lässt sich diese schwere Erkrankung nachhaltig in den Griff bekommen. Lukian Guttenbrunner hat mit der CF-Expertin Andrea Lakatos-Krepcik und einem Betroffenen gesprochen.

Interviewpartnerin:

Andrea Lakatos-Krepcik, Lungenfachärztin, Spezialambulanz für cystische Fibrose der Klinik Hietzing in Wien
und ein von Mukoviszidose betroffener Patient


Rubrik "Eine Frage noch"

Was ist das Biowetter - und wie kann ich es für mich nützen?
Die Antwort gibt der Meteorologe und ehemalige ORF-Wetterredakteur Rainer Schultheis
Norbert Peter hat das Interview geführt.

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