Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch
Matthias Lilienthal und das Volksbad
Noch vor seinem Amtsantritt als Intendant der Berliner Volksbühne eröffnet Matthias Lilienthal ein frei zugängliches Schwimmbad vor dem Theater. Im "Intermezzo" spricht er über seine Pläne für das Haus, künstlerisches Risiko und österreichische Wegbegleiterinnen.
23. August 2026, 11:52
Der Dramaturg, Festivalleiter und Intendant Matthias Lilienthal wird mit Beginn der Saison 2026/27 die Leitung der Berliner Volksbühne übernehmen und setzt noch vor dem ersten Vorhang ein ungewöhnliches Zeichen: Mit einem frei zugänglichen Schwimmbad direkt vor dem Theater am Rosa-Luxemburg-Platz will er die sommerliche Theaterpause beleben und einen neuen Begegnungsort für die Stadt schaffen.
Lilienthal zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters. Seine Laufbahn begann der 1959 in West-Berlin geboren Kulturschaffende unter anderem mit einer Regieassistenz am Wiener Burgtheater. Unter Frank Castorf war er später Chefdramaturg und stellvertretender Intendant der Volksbühne und holte prägende Persönlichkeiten wie Christoph Schlingensief und Johann Kresnik ans Haus. Bereits als Leiter des Berliner Hebbel am Ufer und der Münchner Kammerspiele stand er für ein Theater, das gesellschaftliche Debatten aufgreift, internationale Perspektiven verbindet und neue Formen zwischen Performance, Stadtraum und Schauspiel erprobt.
Für seine erste Spielzeit an der Volksbühne versammelt Matthias Lilienthal auch viele österreichische Künstlerinnen wie die Choreografin Florentina Holzinger, die Schauspielerin Julia Riedler oder die Regisseurin Kurdwin Ayub. Im "Intermezzo" mit Julia Baschiera erzählt er von seinen Plänen für das Traditionshaus, von der Lust auf künstlerisches Risiko und davon, warum Theater für ihn immer auch ein Ort der Auseinandersetzung, der Überraschung und des gemeinsamen Feierns ist.
Service
Sendereihe
Gestaltung
- Julia Baschiera
