Clemens Setz

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Radiogeschichten

Clemens Setz' verstörend berührende Welten

"Mein Leben als Noiseband" von Clemens Setz.
Es liest der Autor.

Der Nachbar verknotet die Schaukeln, um den Obdachlosen keine Sitzgelegenheit zu bieten.

Eine Mutter verspeist die Zeichnungen des unartigen Sohnes.

Paul produziert Noise, um seine Verzweiflung auszudrücken. Bis er Annika kennenlernt und mit ihr ein Kind bekommt. Da lässt der Druck nach.

Clemens J. Setz, der im Oktober mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet wird, spürt in seinem aktuellen Erzählband "Mein Leben als Noise Band" erneut dem Absurden und Befremdlichen nach. Oft geht er noch weiter: Seine Geschichten verlassen den Bereich dessen, was sich noch innerhalb gesellschaftlicher Normen verorten lässt. Seine Figuren stoßen ab und berühren zugleich zutiefst. Oft sind es Eltern und Kinder, meist Verzweifelte, Einsame, Randfiguren. Setz begleitet sie mit ruhigem, präzisem Blick durch ihre schwer fassbaren Wirklichkeiten.

Service

Clemens Setz: "Mein Leben als Noiseband". Suhrkamp Verlag 2026.

Sendereihe

Gestaltung

  • Ulrike Leitner

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