Cornelius Hell

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Gedanken für den Tag

Die Ambivalenz des Engels

Cornelius Hell, Literaturkritiker und Übersetzer, über die Himmelsboten in der Literatur und im eigenen Leben

Keine religiöse Vorstellung ist so beliebt wie die von den Engeln - selbst bei Dieben: Engelsfiguren werden am häufigsten gestohlen. Aber auch in der Literatur sind die Engel ungebrochen präsent: "Ich habe einen Engeltick. Raffael, Botticelli, Giotto, Hauptsache, es sind Flügel dran", sagt die Erzählerin in Cees Notebooms Roman "Paradies verloren". Und ihre Freundin weiß auch, warum: "Das kommt, weil du selbst fliegen können willst." Engel verkörpern viele menschliche Sehnsüchte: fliegen können, augenblicklich an jedem beliebigen Ort sein - und jederzeit verschwinden können. Engel sind sozusagen das positive, unproblematische Gesicht der Religion. Autorinnen und Autoren wie Heinrich Heine, Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Friedrich Dürrenmatt oder Hans Magnus Enzensberger haben die Engel-Figur aufgegriffen. Und wer hat nicht schon einmal einen geliebten Menschen als Engel bezeichnet oder in Gefahr von einem Schutzengel geträumt?

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Sendereihe

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Playlist

Komponist/Komponistin: Arvo Pärt
Album: Duo Shum
Titel: Spiegel im Spiegel. Für Violine und Klavier. Fassung für Violoncello und Klavier
Solist/Solistin: Lisa Strauss /Violoncello
Solist/Solistin: Anastasia Rizikov /Klavier
Länge: 01:30 min
Label: Erato 5021732256928 EAN: 5021732256928

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