Zwei Mädchen von hinten, eines mit einem Kopftuch

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Journal Panorama-Klartext

Kopftuchverbot bis 14 in Schulen

Klappt die Umsetzung?

Mit 1. September ist das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in Kraft getreten. Paragraf 43a des Schulunterrichtsgesetzes besagt, dass das Tragen von kopfbedeckender Kleidung nach islamischen Traditionen auf dem Schulgelände und im Schulgebäude nicht erlaubt ist. Befürworter argumentieren, das Kopftuchverbot diene dem Schutz der Kindheit und ermögliche, dass Mädchen sich frei von gesellschaftlichem oder religiösem Druck entwickeln können. Kritiker sehen im Gesetz eine Diskriminierung muslimischer Mädchen und eine Verletzung ihrer Selbstbestimmung. Auch in den Sozialen Medien formiert sich Widerstand, es gibt bereits Boykott-Aufrufe.

Wie wird das Kopftuchverbot in der Praxis gehandhabt werden? Bedeutet es zusätzlichen administrativen Aufwand für Schulpersonal in Zeiten von Personalknappheit? Was heißt es für die Mädchen im Schulalltag? Und wird das Kopftuchverbot diesmal vor dem Verfassungsgerichtshof standhalten?

Darüber diskutieren:

Emina Saric, Expertin für Integrationsfragen
Thomas Krebs, stv. Vorsitzender Gewerkschaft Pflichtschullehrer:innen (GÖD)

Außerdem Interviews mit Carla Amina Baghajati (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich, IGGÖ) und Sarah Moayeri ("Schule brennt").

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  • Helene Seelmann