Alte Musik - neu interpretiert
Charles Burneys musikalische Italienreise
Academia Montis Regalis, Leitung: Chiara Cattani; Arianna Venditelli, Sopran. Werke von Niccolò Jommelli, Johann Adolph Hasse, Niccolò Piccinni, Wolfgang Amadeus Mozart u. a. (aufgenommen am 17. August im Spanischen Saal des Schlosses Ambras im Rahmen der 50. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2026)
2. September 2026, 19:30
Wer im 18. Jahrhundert wissen wollte, wie Europa klingt, musste reisen. Charles Burney tat dies mit offenen Ohren: Der englische Musiker und Musikschriftsteller zog 1770 durch Italien, besuchte Opernhäuser und Kirchen, traf Komponisten, hörte zu - und schrieb seine Eindrücke auf. Seine Reise führte ihn nach Mailand, Venedig, Bologna, Rom und Neapel, in Städte, die das Musikleben seiner Zeit prägten.
Charles Burney wollte Musik nicht bloß sammeln oder bewerten. Er beschrieb sie als lebendige europäische Erfahrung, geprägt von Orten, Menschen und Aufführungssituationen. Lange vor der Institutionalisierung der Musikwissenschaft entwickelte er damit eine neue Form der Auseinandersetzung mit Musik: das Hören als Methode.
Am 7. April jährte sich Charles Burneys Geburtstag zum 300. Mal. Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik nahmen dieses Jubiläum zum Anlass, seine italienische Reise musikalisch nachzuzeichnen. Die italienische Sopranistin Arianna Vendittelli und das Originalklangensemble Academia Montis Regalis folgten den Reisestationen Charles Burneys mit Musik von Niccolò Jommelli, Johann Adolph Hasse, Niccolò Piccinni und Wolfgang Amadeus Mozart.
Sendereihe
Gestaltung
- Gerhard Hafner
