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Tic Tac Toe - Die Girlband, die rebellierte

Drei junge Frauen aus dem Ruhrgebiet, Millionen verkaufte Alben - und ein Absturz vor laufenden Kameras: Vor 30 Jahren erschien das Debütalbum von Tic Tac Toe, der ersten Girlband Deutschlands. Lee, Jazzy und Ricky rappten gegen Rassismus und Misogynie an - und wurden am Ende selbst zu Opfern davon. Aus den gefeierten Superstars machten die Medien eine "Zickenband".

Das Feature erzählt die wahre Geschichte von Tic Tac Toe - der ersten großen deutschen Girlband. 1995 in Gelsenkirchen gegründet, stürmten die drei jungen Frauen mit Hits wie "Ich find dich scheiße", "Verpiss dich" und "Warum?" die Charts. Ihr Debütalbum, dessen Erscheinen sich heuer zum 30. Mal jährt, und der Nachfolger "Klappe die 2te" verkauften sich millionenfach, die Band füllte Hallen, eröffnete 1997 Konzerte von Michael Jackson und wurde mit Preisen überhäuft.

Und doch bleibt bis heute vor allem die legendäre Pressekonferenz vom 21. November 1997 in Erinnerung: Eigentlich sollte sie Einigkeit demonstrieren - stattdessen zerbrach die Band vor laufenden Kameras. Ein kurzes Comeback von 2005 bis 2007 mit der Single "Spiegel" konnte an die alten Erfolge nicht mehr anschließen.

Journalistin Meret Reh ordnet die Geschichte der Band neu ein: zwischen 90er-Pop, Deutschrap, Rassismus, Sexismus in den Medien, weiblicher Wut, Female Empowerment und dem Umgang mit Mental Health. Lee, Jazzy und Ricky waren jung, Schwarz und laut - in einer Zeit, die nicht bereit für sie war. Sie gaben einer ganzen Generation eine Stimme und wurden trotzdem zur Lachnummer auf den Titelseiten.

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