Intrada - Festivalmagazin
Das TransArt-Festival ++ Der Cesti-Wettbewerb ++ Das Herbstgold Festival in Eisenstadt
11. September 2026, 10:05
Was heute Alte Musik heißt, war einmal die Gegenwart - und was heute Neue Musik ist, wird vielleicht in dreihundert Jahren historisch informiert aufgeführt. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich diese Festival-Intrada, eine Reise vom Süden in den Westen und zurück in den Osten Österreichs.
Erste Station: Bozen. In einer ehemaligen Farbfabrik hat das Transart Festival für zeitgenössische Kultur eröffnet - mit einem Abend, der "Crash" hieß und bei dem ein Flügel aus acht Metern Höhe auf Beton zerschellt. Es ist der Ausgangspunkt für das Klavierkonzert von Simon Steen-Andersen. "Wir machen ein Festival für ein Erleben, ein möglichst starkes Erleben", sagt der künstlerische Leiter Peter Paul Kainrath. Zu hören und zu sehen sind außerdem ukrainisches Musiktheater mit Kuhglocken aus dem Pustertal, Flamenco aus Sevilla, persische Dastgah-Musik und der siebenstündigem Film "Sátántangó" des ungarischen Regisseurs Béla Tarr.
Zweite Station: Innsbruck. Beim Internationalen Wettbewerb für Barockgesang "Antonio Cesti" im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik haben sich in diesem Jahr über zweihundert Sängerinnen und Sänger aus 29 Nationen angemeldet, neun standen am 30. August im Finale. "Wir suchen das Universaltalent, das alles auf der Bühne kann", sagt Sebastian Schwarz, Vorsitzender der Jury. Gewonnen hat den Cesti-Wettbewerb die Sopranistin Elene Gvritishvili aus St. Petersburg.
Dritte Station: Eisenstadt. Im Haydnsaal von Schloss Esterházy beginnt am 16. September das Festival Herbstgold unter dem Motto "Musik - Pulsschlag der Zeit". Es ist die 10. Ausgabe und ein Jubiläum. Zu hören sind Symphoniekonzerte, Kammermusik und Liedabende, unter anderem ist der Startenor Rolando Villazón zu Gast, der britische Tenor Ian Bostridge und internationale Orchester. Ulla Csenar hat mit dem Intendanten Julian Rachlin gesprochen.
Sendereihe
Gestaltung
- Verena Gruber
