Radiokolleg

Wake-up-Call für Europa - Fortschritt oder Stillstand? (2)

Wege in die technologische und wirtschaftliche Souveränität

Technologische Innovationen und wirtschaftliche Stärke sind zu entscheidenden Faktoren geopolitischer Macht geworden. Der globale Wettbewerb um Chips, Halbleiter, Künstliche Intelligenz, kritische Rohstoffe und digitale Infrastruktur zeigt, dass wirtschaftliche Abhängigkeiten längst zu strategischen Risiken geworden sind. In seinem Buch "Der Tech-Krieg. China gegen USA - Und wo bleibt Europa?" beschreibt Wolfgang Hirn ein düsteres Zukunftsszenario: Bei Zukunftstechnologien hinke Europa hinterher. Bei der Chip-Herstellung müssten mit Hilfe von Milliardensubventionen ausländische Hersteller ins Land geholt werden, bei der Digitalisierung würden europäische Unternehmen keine Rolle spielen; und in Sachen Elektromobilität lägen Volkswagen und Co mindestens fünf Jahre zurück. Europa finde, so Wolfgang Hirns Diagnose, in den Augen von China und USA technologisch kaum mehr statt und wenn, dann nur noch als nützlicher Kombatant oder bestenfalls als Juniorpartner der USA. Doch wie kann Europa im technologischen Wettstreit zwischen den USA und China bestehen? Welche Schlüsseltechnologien müssen gezielt gefördert werden, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Innovationen zu sichern? Und wie können widerstandsfähige Lieferketten und Voraussetzungen für Europas langfristige wirtschaftliche und technologische Handlungsfähigkeit geschaffen werden?

Gestaltung: Johannes Gelich

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