Im Gespräch

Andrea Wulf, Autorin und Kunsthistorikerin

Im Gespräch mit Birgit Dalheimer

Georg Forster, geboren nahe Danzig im heutigen Polen, machte sich vor gut 250 Jahren auf die Reise: Er drang in die entferntesten Regionen der bekannten Welt vor, unter anderem nahm er an James Cooks zweiter Weltumsegelung teil. Wie er mit seinen radikalen Ideen zu Menschlichkeit, Gleichheit und Freiheit die Denkweisen seiner Zeit infragestellte, macht Andrea Wulf zum zentralen Thema ihres gerade erschienenen Buches "Der Reisende". Das Reisen liegt auch der in Indien geborenen, in Deutschland aufgewachsenen und als junge Erwachsene nach England übersiedelten Kunsthistorikerin und Autorin Andrea Wulf selbst im Blut. Vor zehn Jahren wurde ihre ausführliche Biographie über Alexander von Humboldt zu einem Bestseller, für den sie unter anderem der Spur dessen fünfjähriger Südamerikareise. Bei der Arbeit zu diesem Buch begegnete sie auch erstmals Georg Forster, den Humboldt als Lehrer und Freund bezeichnete. Dieser "Reisende - mit Körper und Geist -, Grenzgänger und Weltenträumer", wie Wulf schreibt, ließ sie nicht mehr los. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt Andrea Wulf von Georg Forsters bewegtem Leben, vom Reifen einer Idee von universeller Menschlichkeit und Menschenrechten, von der Bedeutung des Reisens und der Faszination des biographischen Schreibens.

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