Fußball-Fans feiern in Sarajevo auf der Straße, WM 2026

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Bosnien-Herzegowina: Fußball als Hoffnung

Kriegsverherrlichung und ethnischer Hass prägen die Stimmung in den Fußballstadien in Bosnien-Herzegowina. Bei der WM 2026 jubelten Kroaten, Serben und Bosniaken aber gemeinsam für ihre Nationalmannschaft. War das ein Weg zur Versöhnung - oder nur ein flüchtiger Sommertraum?

Drei Ethnien und keine Versöhnung: Spielen Klubs aus Sarajevo, Mostar oder Banja Luka gegeneinander, werden Kriegsverbrecher verherrlicht, Bosnien wird beschimpft oder der Gegner soll getötet werden. Kroatische, serbische und bosniakische Ultras stecken im Stadion ihr Territorium ab. Die Politik nutzt die aufgeheizte Stimmung für ihre Zwecke und ist an einer Lösung des Konflikts nicht interessiert. Die Konsequenz: 30 Jahre nach Kriegsende steckt Bosnien immer noch in einer Pattsituation. Zehntausende junge Menschen verlassen jedes Jahr ihr Land und der EU-Beitritt liegt in weiter Ferne.

Die Fußball-WM 2026 hat aber ein anderes Bild gezeigt. Kroaten, Serben und Bosniaken freuten sich über den Erfolg der Nationalmannschaft. Der Fußball gab den Menschen einen Sommer lang Hoffnung, dass das Land gemeinsam etwas erreichen kann. War das für Bosnien-Herzegowina ein Weg zur Versöhnung? Oder war das Sommermärchen nur eine 90-minütige Ausnahme?

Bosniens Sommermärchen. Fußball als Hoffnung in einem gespaltenen Land.
Gestaltung: Anja Stegmaier und Stephan Wabl
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Redaktion: Eva Roither

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