Apropos Oper

Der "italienische Schlajapin"

Erinnerungen an den Bassisten Ruggero Raimondi - zum 85. Geburtstag

Von einem Kritiker wurde er einst der "italienische Schlajapin" genannt: Ruggero Raimondi, der 1941 in Bologna geborene Bassist, der in dem mittleren 1960er Jahren in seiner Heimat debütiert und sehr rasch Karriere an den größten Bühnen der Welt und bei wichtigen Festivals gemacht hat. Die großen Bass-Partien bei Giuseppe Verdi wie König Philipp in "Don Carlo", Fiesco in "Simon Boccanegra" oder Procida in "I Vespri siciliani" waren stets seine Domäne, aber diese waren nur ein Teil seines immens großen Repertoires von Mozart und Rossini bis Puccini, Massenet und Mussorgsky. Heroische Partien hat er ebenso gestaltet wie komische Charaktere, und gerühmt wurde der vielseitige Sänger mit dem raftvollen Organ auch immer für seine - gleich in mehreren berühmten Opernfilmen festgehaltene - Darstellungskunst und seine eindringliche Gestaltung von Charakteren.

Sendereihe

Gestaltung