Diagonal
Eine wird´s schon richten. Diagonal zur Person: Chefin
Oft dient sie, die Chefin, als "Trümmerfrau" und "Retterin" und die "gläsernen Klippen" muss sie umschiffen. Welche Art von Führungskraft und Führungskräften brauchen Systeme heute? Welches System bringt welchen Führungstypus hervor? Welcher Führungsmythos wird hochgehalten?
Anschl.: Diagonals feiner Musiksalon
10. Oktober 2026, 17:05
Weibliche Führungskräfte befinden sich auf diesem Stern zuhauf: die Kleinunternehmerin, die Teamleiterin im Konzern, die Bäuerin, die Reiseleiterin, die Lehrerin, die Schuldirektorin und selbstverständlich sie - die Mutter, Meisterin des Alltags(wahnsinns). Dennoch scheinen Frauen als Führungskräfte in bestimmten Bereichen und "ganz oben" als außerirdisch angesehen zu werden oder sich selbst so fühlen, zumindest sind sie selten zu finden oder verharren in der zweiten Reihe, oft als Stellvertreterin viele Jahre, oft als "Perle" oder "Seele", die leider, leider nicht zum Zug kommt. Aber halt! Jetzt hat ER Mist gebaut, wirklichen Mist - jetzt darf SIE.
So geschehen in aufsehenerregenden Fällen der letzten Jahre: bei den Salzburger Festspielen, im Burgtheater, in der Kunsthalle Wien, der Volksoper, im ORF, bei der Deutschen Bahn. Das prominenteste Beispiel: die - mittlerweile verstorbene - Brigitte Bierlein, die nach dem Ibiza-Beben Österreichs erste Bundeskanzlerin wurde. Zumindest provisorisch.
Wann wird eine Frau in den höchsten Höhen zur Chefin gemacht? Wenn keiner der Männer (mehr) will? Oder - Schelmin, wer dies denkt: Wenn es keinen Blumentopf mehr zu gewinnen gibt? Darf SIE jetzt ran, weil man nur scheitern kann?
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- Andrea Hauer
