Irmgard Griss

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Gedanken

Irmgard Griss, Juristin und ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs

"Der größte Feind der Freiheit ist die Angst". Anlässlich ihres 80. Geburtstages spürt Irmgard Griss dem Thema Freiheit nach.

"Ich habe als Kind sehr stark gespürt, was Unfreiheit bedeutet", sagt Irmgard Griss, die auf einem weststeirischen Bauernhof aufgewachsen ist und in ihrer Kindheit erlebt hat, was Fremdbestimmung bedeutet. Der frühe Wunsch, Lehrerin zu werden, war nichts anderes als der Wunsch nach Unabhängigkeit. Sie schlug den Weg als Juristin ein, der sie bis an die Spitze des Obersten Gerichtshofs führte. Irmgard Griss die am 13. Oktober ihren 80. Geburtstag feiert, ist überzeugt, dass man Freiheit nicht ohne Verantwortung denken kann. "Frei ist man nur, wenn man auch die Verantwortung wahrnimmt, die damit verbunden ist."

Mit Sorge blickt Irmgard Griss auf die Anziehungskraft autoritärer Bewegungen in Europa und den USA: "Es ist ein Streben der Menschen nach Unfreiheit. Da gibt es jemanden, der bestimmt. Für mich ist das ein Ausfluss von Bequemlichkeit." Ebenso pointiert äußert sie sich zu den vermeintlichen Freiheiten der digitalen Welt, zur Verantwortung der Medien, zur Frage, woran sich die Qualität einer Gesellschaft messen lasse - nämlich daran, wie sie mit den Schwächsten umgehe.

Sendereihe

Gestaltung

  • Gerhard Hafner