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Die Apfeldattel: Nicht Apfel, nicht Dattel

Wie eine Frucht in Österreich Wurzeln schlägt

Höchstens fünf Stück am Tag verzehren, rät Lin Li, Inhaberin eines asiatischen Lebensmittelgeschäfts in Wien, ihren Kunden. Dafür aber gerne täglich. Sie schwört auf die Jujube, das dattelgroße Obst, das in ihrer ostchinesischen Heimat besonders süß an den Bäumen reife und das in China so bekannt sei wie bei uns der Apfel. Bei Florian und Simone Prikowitsch heißen sie Apfeldatteln, und sie essen gerne mehr als fünf davon, zumindest an Tagen, an denen sie auf ihrem Apfeldattelhain im Marchfeld stehen und ernten. Vor fast zehn Jahren beschlossen sie, die in Österreich weitgehend unbekannten Früchte anzubauen und auf lokalen Märkten in der Umgebung unter die Leute zu bringen. Momentan sind sie damit hierzulande noch weitgehend allein, doch mit dem Klimawandel könnte sich das ändern. Die Apfeldattel verträgt Hitze und Trockenheit besser als so manch anderer heimischer Baum. Ob sie dem Apfel und der Dattel geschmacklich den Rang ablaufen kann, muss sich erst noch zeigen.

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