Contra - Kabarett und Comedy
Sonja Pikart und Niko Nagl
Zwei neue Soloprogramme, die sich dem modernen Heldentum widmen. Sonja Pikart, Salzburger Stierpreisträgerin 2026, schlüpft in die Rolle der unsterblichen Actionheldin. Comedian Niko Nagl hingegen übernimmt den Part des Antihelden.
17. Oktober 2026, 19:05
Es gibt so viele Gipfel in diesem Land - und die Rede ist hier nicht nur von Bergen: der höchste Schaukelstuhl der Welt, die größte begehbare Weinflasche der Südsteiermark, die schnellste Sommerrodelbahn diesseits der Donau. Superlativen, wo man hinschaut - und sie alle wollen bestiegen, erklommen, bewältigt, bezwungen werden.
Sonja Pikart präsentiert ein ganz neues Programm über Heldinnen und Helden - und solche, die es nie waren. Ihr Pressetext verrät: "In einer Welt, die alles und jeden in Gewinner und Verlierer einteilt, muss jede Kleinstadt das größte Irgendwas haben und jeder Mensch über sich hinauswachsen. Doch wenn Stärke nur noch Selbstzweck ist, ist dann nicht jeder Gipfel gleichzeitig ein Tiefpunkt?
Sonja Pikart beobachtet, wie "starke" Männer sich in ihrem Machthunger den Planeten einverleiben. Und als man ihr im schwächsten Moment ihres Lebens entgegenschreit: "Du bist so stark!", bastelt sie eine Actionfigur von sich selbst und realisiert: Jetzt ist die Zeit, sich unsterblich zu fühlen!"
Gestaltung: Elisabeth Stratka
Niko Nagl, der Wiener Comedian mit dem MA in Koreawissenschaften hat sein viertes Soloprogramm geschrieben. In "Antiheld" fühlt er sich als einsamer Agent auf aussichtsloser Mission. Es gilt, Kompromisse zu finden im moralischen Zwielicht unserer Zeit, so der Pressetext: "Mit dem zynischen Charme eines Tarantino-Charakters verwandelt Niko Nagl die Bühne in einen Balanceakt zwischen Feinsinn und Irrsinn.
Ein Millennial, der sich fragt, ob Scheitern in einem kaputten System eigentlich ein Erfolg ist. Ob Orcas dumm sein können. Oder ob "der neueste Trend aus Amerika" als Werbeslogan noch irgendeine Daseinsberechtigung hat. Wie das endet? Good. Bad. Eventuell Ugly. Denn wer das Böse verhindern will, muss dreckig kämpfen. Und nichts schießt schärfer als eine Zunge, die auf Herz und Hirn zielt."
Gestaltung: Gabriel Schaffler
