ORF/URSULA HUMMEL-BERGER
Du holde Kunst
Herbst und Zeit
"Fenster, geh auf in ein wärmeres Land" - Gedichte zu Herbst, Zeit und Wandel, gelesen von Dörte Lyssewski.
18. Oktober 2026, 08:15
Die Zeit vergeht im Frühling, Sommer und Winter genauso schnell, und doch ist es der Herbst mit seinem Reifen und Vergehen, den die Dichtung immer wieder heranzieht, wenn es darum geht, das Phänomen Zeit zu beschreiben. Die Sendung beginnt mit einem "Wettergemälde" von Tomas Tranströmer und endet mit dem "Zeitvertreib" Werner Bergengruens. Dazwischen sinniert Karl Krolow über das Zeitempfinden in "schöner Gesellschaft", ruft ein Einsamer in Ernst Jandls "Oktobernacht" die Gegenstände seines Zimmers an, reflektieren Hilde Domin und Friederike Mayröcker den Tod der Mutter und hinterlässt Rudolf Borchardt auf der "Rückseite eines Handspiegels" Liebe und Dankbarkeit. Gedichte von den Genannten sowie von Ingeborg Bachmann und Gottfried Benn.
Service
In dieser Sendung werden folgende Gedichte vorgestellt:
Tomas Tranströmer: "Wettergemälde"
Karl Krolow: "Für einige Zeit"
Ernst Jandl: "Oktobernacht"
Hilde Domin: "Herbst"
Friederike Mayröcker: "Mutter, dreiundachtzig, Krankenhaus"
Ingeborg Bachmann: "Herbstmanöver"
Gottfried Benn: "Astern"
Rudolf Borchardt: "Auf die Rückseite eines Handspiegels"
Werner Bergengruen: "Zeitvertreib"
Sendereihe
Gestaltung
- Gudrun Hamböck
- Stephanie Maderthaner
