Bauer in Brasilien

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Im Fokus - Religion und Ethik

Nährboden der Hoffnung

Thema im Fokus: Nährboden der Hoffnung - 40 Jahre Landreform in Brasilien +++ Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen" +++ Moderation: Konstantin Obermayr

Aktuell im Fokus: Menschenhandel und Prostitution - Wo beginnt Ausbeutung?

Wie lassen sich Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung verhindern? Wie soll Prostitution gesetzlich geregelt werden? Während das "Nordische Modell" den Kauf sexueller Dienstleistungen bestraft, setzen andere Länder auf die Entkriminalisierung von Sexarbeit. Bei einem Informationsabend im ORF-Landesstudio Oberösterreich, veranstaltet von der Initiative "Aktiv gegen Menschenhandel - aktiv für Menschenwürde" und der Katholischen Aktion Oberösterreich, wurde anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel über die Situation betroffener Frauen und den gesellschaftlichen und rechtlichen Umgang mit Prostitution diskutiert. Im Zentrum standen Fragen nach Menschenwürde, Selbstbestimmung und wirksamen Schutz vor Ausbeutung. Unterschiedliche Positionen zum Umgang mit Sexarbeit machten deutlich, wie kontrovers die Debatte geführt wird. Katharina Fenkart berichtet.

Mit der Psychotherapeutin Ingeborg Kraus, die sich insbesondere für Frauenrechte und die Aufarbeitung von Traumata im Zusammenhang mit Prostitution und Menschenhandel engagiert, spricht Alexandra Mantler über die psychischen Folgen sexueller Ausbeutung, gesellschaftliche Vorstellungen von Prostitution und die umstrittene Frage, welches rechtliche Modell Frauen am wirksamsten vor Gewalt und Menschenhandel.


Thema im Fokus: Nährboden der Hoffnung - 40 Jahre Landreform in Brasilien

Im Juli 1986 zieht eine Prozession von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in die nordostbrasilianische Gemeinde Ouriçangas ein und errichtet dort ein Kreuz. Das religiöse Symbol wird zum Wahrzeichen des Widerstands - und eines historischen Sieges: Der ersten erfolgreichen Landbesetzung Brasiliens. Den Landbewohner:innen war offiziell ein 54.000 Hektar großes Areal zugesprochen worden, das für etwa 1.000 Bauernfamilien zu einem Ort der Hoffnung werden sollte. Das Land war zuvor vom Großgrundbesitz "Companhia Sertaneja Agropastoril" kontrolliert worden. Am 8. Jänner 1986 hatte Präsident José Sarney das Enteignungsdekret unterzeichnet. Diese Agrarreform im nordostbrasilianischen Bundesstaat Bahía markiert einen historischen Meilenstein für die Neue Republik, die sich gerade erst von den finsteren Jahren der Militärdiktatur zur Demokratie zurückentwickelte. Doch der Kampf der Landlosen in Angical war hart und blutig. Ein Denkmal hinter der Kathedrale in der Stadt Barreiras erinnert an all jene, die dabei ihr Leben verloren haben. Von Beginn an wurde dieser Landkonflikt in Bahía von österreichischen Priestern und später von Entwicklungshelfern begleitet. Heute, genau 40 Jahre später, umfasst die Siedlung "Reforma de Angical" 19 Gemeinden und dient als Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in der Region. Der Filmemacher Thomas Bauer stammt aus Vorarlberg, aber lebt bereits seit Jahrzehnten in Brasilien. Er hat zahlreiche Zeitzeug:innen interviewt und zeichnet ein eindrucksvolles Bild der ersten erfolgreichen Landbesetzung Brasiliens.


Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen"

Zwischen strenger Vorschrift und gelebter Realität liegt ein Spielraum. Ihn erkundet die vierteilige Serie "Göttliche Grauzonen und Heilige Schlupflöcher". In dieser Folge werfen wir einen Blick in den Kleiderschrank. Hier treffen religiöse Kleidervorschriften auf persönlichen Modegeschmack. Beides im wahrsten Sinne des Wortes unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach, hat Katharina Fenkart recherchiert.

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