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Der Fall Adler

Vier Schüsse aus einer Browning oder Zweifel an Einstein

Am 21. Oktober 1916 erschießt Friedrich Adler in Wien den österreichische Ministerpräsident Karl Graf Stürghk. Der Attentäter ist der Sekretär der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Sohn ihres Begründers Victor Adler und studierter Physiker. Es sind vier Schüsse gegen das absolutistische Machtregime der Habsburgermonarchie und den Wahnwitz des 1. Weltkriegs. Vor Gericht soll die Tat als jene eines Geisteskranken dargestellt werden. Dagegen wehrt sich Adler in seiner Verteidigung, koste ihn das auch das Leben. Noch in der Untersuchungshaft beginnt er mit Albert Einstein, dem Freund und Kollegen aus Züricher Tagen, einen Briefwechsel über angebliche Widersprüche in der Relativitätstheorie. Wie könnte das Gericht einen Mann, der sich kritisch mit der maßgeblichen Theorie über das Universum auseinandersetzt, in die Psychiatrie sperren? - Eine Rekonstruktion 110 Jahre nach dem Attentat. (Wh. v. 2016)

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