Menschenbilder

Georg Friedrich, Schauspieler

Der sensible Antiheld Georg Friedrich

Er zählt als Gewinner des Deutschen Filmpreises und eines Silbernen Bären der Berlinale zu den renommiertesten Schauspielern Österreichs. Er hat mit fast allen großen heimischen Regisseuren und Regisseurinnen wie Michael Haneke, Barbara Albert, Ulrich Seidl oder David Schalko zusammengearbeitet. Sein Wiedererkennungswert ist enorm. Und doch ist über ihn persönlich nur wenig bekannt.

Georg Friedrich, der am 31. Oktober 60 Jahre alt wird, meidet, so gut es geht, öffentliche Auftritte und Interviews. Auch seine Figuren reden sparsam; Gefühle vermittelt er mehr durch vielsagende Blicke, Körpersprache oder Schweigen. Oft spielt er Kleinkriminelle und Außenseiter, die auf den ersten Blick grob, primitiv, ja sogar abstoßend und einschüchternd wirken. Doch dann lässt Friedrich plötzlich Verzweiflung, Unsicherheit, Sehnsucht und Empathie durchscheinen. "Keiner weint wie Georg Friedrich", hat es ein Journalist einmal treffend auf den Punkt gebracht. Als Zuschauerin und Zuschauer ertappt man sich dabei, für seine Figuren Sympathie zu empfinden.

Für die "Menschenbilder" war Georg Friedrich bereit, viel Privates über seinen Werdegang, seinen Zugang zur Schauspielerei und seine liebste Freizeitbeschäftigung zu erzählen.

Gestaltung: Bernhard Walther

Sendereihe