Schülerinnen protestieren in Frankreich

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Punkt eins

Gen Z übernimmt die Welt

Jugendproteste weiten sich aus - und bewirken Veränderungen. Gäste: Rebekka Dober, Geschäftsführerin "YEP - Stimme der Jugend"; Veronika Wöhrer, Univ.-Professorin für Bildung und Ungleichheit, Insitut für Bildungswissenschaft, Universität Wien. Moderation: Xaver Forthuber. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at

Eine Welle von Protesten überzieht derzeit Europa - nicht nur in Frankreich, auch in Italien, Albanien oder Belgien gehen Menschen für ihre Zukunft auf die Straße. Getragen werden die Proteste ganz wesentlich von der "Generation Z" der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die um die Jahrtausendwende geboren sind. In Deutschland wird unter dem Titel "Gen Z regelt" für Samstag zu landesweiten, friedlichen Kundgebungen aufgerufen. Die Forderungen der Initiative: "Eine Politik, die in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit, Klimaschutz und bezahlbares Leben investiert." Deutsche Jugendliche, die die ZDF-Sendung "heute" im Vorfeld befragt hat, distanzieren sich überwiegend von Gewalteskalationen wie in Frankreich, finden es aber genau so wichtig, "einmal aufzustehen" und "ein Zeichen zu setzen"; denn auch in unserem Nachbarland ist bei den Jungen die Ansicht verbreitet, dass die Politik "mit unserer Zukunft spielt".

Die Forderungen sind überall ähnlich; an der Spitze stehen Bildungschancen, die viele derzeit nicht eingelöst sehen oder soziale Gerechtigkeit vermissen. Steigende Lebenshaltungskosten und der Umgang mit der Umwelt werden ebenfalls allerorts ventiliert. Ein weiteres übergreifendes Thema: Die Dringlichkeit und die Forderung nach echter Mitbestimmung ("unsere Zukunft liegt in unseren Händen").

Dass die junge Generation Veränderung bewirken kann, hat sie längst bewiesen. 2024 und 2025 wurden zuerst in Bangladesch, dann auch in Kenia, Nepal, Madagaskar oder Marokko Jugendproteste laut und zogen teils einschneidende politische Umbrüche nach sich. Zuletzt wurden autokratische Regierungen in Ungarn, Serbien und Brasilien abgewählt - und immer gelten Basisbewegungen als zentraler Faktor, die auch oder sogar großteils von Jugendlichen und jungen Erwachsenen getragen werden. Vielen ihrer Forderungen können sich breite Teile der Bevölkerung ganz generationenübergreifend anschließen, wie nicht zuletzt in Frankreich zu sehen war.

Wie sich der Anfang des Erwachsenseins in der Welt des 21. Jahrhunderts anfühlt, welche Themen auf der Agenda der unmittelbaren Zukunft stehen und welche Formen der politischen Partizipation dafür die (neue) Lösung sein könnten, darüber diskutieren die Sozialunternehmerin Rebekka Dober und die Bildungsforscherin Veronika Wöhrer mit Xaver Forthuber. Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.

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