Stimmen hören
Koloraturen-Spezialistin Luciana Serra
Eine Sopranistin im Zentrum der Donizetti- und Rossini-Renaissance
5. November 2026, 14:05
Es war in den 1980er Jahren, als speziell die Donizetti-Opern-Raritäten regelrecht "boomten". In szenischen Aufführungen, und "live" auch regelmäßig für die "Nachwelt" dokumentiert: "Torquato Tasso", "Gianni di Parigi", "L'ajo nell'imbarazzo", "Il furioso all'isola di San Domingo" - und die "Königin" dieser euphorischen Wiederentdeckungsphase war die italienische Koloratursopranistin Luciana Serra. Gewiss pflegte die gebürtige Genueserin von Jahrgang 1946 auch das "normale" Repertoire zwischen "Zauberflöte" und "Hoffmanns Erzählungen", aber in der hyper-agilen dramatischen Koloratur bei Donizetti und Rossini fand sie das stimmigste Betätigungsfeld. Fallweise kamen dazu noch früher Verdi und Ausgesuchtes aus elegant-verspielten französischen Bravouropern der Romantik. Die stimmliche Hochblüte der Sängerin überschnitt sich mit den Pionierjahren des Rossini Opera Festival Pesaro und des sich breiter aufstellenden Raritäten-Festivals in Martina Franca. Dort und auf vielen anderen vor allem italienischen Bühnen fand sich rund um Luciana Serra das typische Fach-Ensemble der Ära ein, von Giuseppe Morino, Ernesto Palacio und Dano Raffanti bis Simone Alaimo und Enzo Dara.
Sendereihe
Gestaltung
- Chris Tina Tengel
