Zeit-Ton

Soundspacesculpture von Bernhard Leitner

Ein Ausstellungsrundgang mit Bernhard Leitner

Bereits in den 1960er Jahren verfolgte Bernhard Leitner (geboren 1938) den Wunsch Klang als Baumaterial für neue Räume einzusetzen. Raum ist für den Künstler nicht lediglich eine leere Hülle für diverse Gegenstände oder ein abstrakter Platz für Bewegungen. Raum ist für Leitner viel mehr ein pulsierendes Erfahrungsfeld, geschaffen durch die Bewegung von Tönen und modifiziert durch die Bewegung der Menschen, die den Raum durchwandern. Selbst erleben kann man dies derzeit in der Wiener Secession, die dem Architekten und Klangkunst-Pionier eine Ausstellung gewidmet hat. Bernhard Leitners Werk lässt uns Klang neu verstehen, so ein begleitender Text, "als mehr als nur akustisches Phänomen, als etwas, das sich räumlich, physisch und architektonisch entwickelt." Unter Verwendung von skulpturalen Formen, Lautsprecherkonstellationen und architektonischen Strukturen würde Leitner die klangliche Bewegung selbst zum Material der Komposition. "Wellen, die den Körper durchdringen, gegen ihn anbranden oder ihn umkreisen." Die Ausstellung "Soundspacesculpture" ist auch ein Programmpunkt im Rahmen des soeben stattfindenden Festivals Wien Modern, in dessen Rahmen am 19. November ein Gespräch zwischen Bernhard Leitner und dem Kunsthistoriker Stefan Kraus statt.

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