Radiogeschichten

Satire auf die digitale Düsternis

"Unsere Zukunft wird dope". Von Tony Tulathmutte. Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Es liest Jona Mues.

Wie obsessiv, einsam, tendenziell toxisch ist die Gesellschaft im digitalen Zeitalter? Ein besessener Selbstoptimierer zieht seine Partnerin immer tiefer in seinen toxischen Optimierungs- und Kontrollwahn hinein. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen Spirale, als ein One-Night-Stand nicht zur erhofften Beziehung führt. Ein schwuler Thai-Amerikaner bringt es nicht über sich, seinem Freund seinen "ultranischigen" Fetisch zu gestehen.
Der US-amerikanische Autor Tony Tulathimutte bündelt in seinem Band "Fiasko" Kurzgeschichten, die von der Sehnsucht nach echter Nähe in einer Welt zwischen Dating-Apps und Doomscrolling erzählen. Die Sprache ist voll von Anglizismen, Slang- und Jugendwörtern, die Tonalität der Gruppenchats und Reddit-Posts gräbt sich tief ein.

Tony Tulathimutte, 1983 als Sohn thailändischer Einwanderer in Massachusetts geboren und aufgewachsen ausgezeichnet mit einem O. Henry und einem Whiting Award, Gründer des Schreib-Workshops CRIT, hat an der Stanford University und dem Iowa Writers? Workshop studiert. Texte sind unter anderem in der New York Times, dem New Yorker und der Paris Review erschienen. 2016 erschien mit seinem viel beachteten Debüt "Private Citizens" ein typischer Millenial Roman, mit "Rejection" (2024, auf Deutsch "Fiasko, 2026) sorgte der 43-jährige Autor für Furore. Tony Tulathimutte lebt in Brooklyn, New York.

Service

Aus: Tony Tulathimutte, "Fiasko". Fiktionen. Übersetzt von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel, Jan Schönherr. Dtv, 2026. Hörbuch, gesprochen von Oskar Ketelhut, Julian Greis, Anna Maria Köllner, Jona Mues, Leonie Landa. Audiolino, 2026

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