Zeit-Ton extended
Von Nairobi in die Welt mit KMRU
Musikalische Finessen und engagierte Netzwerk-Tätigkeit
28. November 2026, 00:05
Im ersten Moment versprüht die Musik von Josef Kamaru aka KMRU eine oft heimelig anmutende, mitunter geradezu lieblich verträumte Atmosphäre, in die sich jedoch bald eine untergründig brodelnde Spannung einschleicht, bis man plötzlich meint mitten in einem Zwielicht zu stehen oder in einem Nebel, in dem sich alles in nichts aufzulösen scheint. Wir haben den ursprünglich aus Nairobi stammenden Musiker 2018 beim Nyege Nyege Festival in Uganda kennengelernt, wo wir mit unserem ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst im Rahmen eines Shape Showcase zu Gast waren. Nachdem er zum Studium nach Berlin gezogen war, war KMRU 2021 einer jener drei Künstler:innen, die vom ORF musikprotokoll für die Plattform Shape nominiert wurden.
In den vergangenen fünf Jahren machte KMRU eine beeindruckende Karriere, davon zeugt nicht nur sein stets dicht gepackter Tour-Kalender, sondern auch Veröffentlichungen auf so renommierten Labels wie Touch oder Editions Mego. Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit engagiert sich KMRU auch für seine Kolleg:innen, stellt ihre Musik in Radiosendungen vor oder gibt sein Wissen im Rahmen von Workshops weiter. So hat er etwa in Nairobi eine Ableton User Group gegründet und war am Aufbau der Black Artist Database (ehemals "Black Bandcamp") beteiligt.
Von 2015 bis 2025 schlossen sich 24 Festivals aus ganz Europa zur Plattform Shape zusammen, um gemeinsam spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst einem möglichst großen Publikum zu präsentieren.
